goutieren

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goutieren (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich goutiere
du goutierst
er, sie, es goutiert
Präteritum ich goutierte
Konjunktiv II ich goutierte
Imperativ Singular goutier!
goutiere!
Plural goutiert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
goutiert haben
Alle weiteren Formen: goutieren (Konjugation)

Worttrennung:

gou·tie·ren, Präteritum: gou·tier·te, Partizip II: gou·tiert

Aussprache:

IPA: [ɡuˈtiːʀən], Präteritum: [ɡuˈtiːɐ̯tə], Partizip II: [ɡuˈtiːɐ̯t]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -iːʀən

Bedeutungen:

[1] an etwas oder jemandem Gefallen haben; etwas oder jemanden schätzen

Herkunft:

im 18. Jahrhundert von französisch goûter → fr (probieren, kosten, genießen) entlehnt[1]

Synonyme:

[1] billigen, gutheißen, zustimmen

Gegenwörter:

[1] degoutieren, verabscheuen

Beispiele:

[1] „Es ist nicht Werbung, auch nicht Schmeichelei; sie kann sich nicht klar werden, was es ist, aber sie goutiert es nicht.“[2]
[1] „So wenig ich nun auch diesen Mann goutiere, der nicht nur ein Bürgerlicher im tiefsten Sinne des Worts, sondern überdies noch ein [132] Schweizer mit all seiner Steifheit ist, so halte ich ihn in diesem Augenblick so sehr für unsern Freund, daß ich mich entschloß, Madame Necker meinen Besuch zu machen.“[3]
[1] „Das Publikum, das sich um die Tische auf dem Platz drängt, goutiert jeden ihrer Auftritte mit heimlichen Blicken und sich drehenden Köpfen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „goutieren
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „goutieren
[1] canoo.net „goutieren
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikongoutieren
[1] Duden online „goutieren

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „goutieren“, Seite 367.
  2. Hugo von Hofmannsthal: Lucidor. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel 1: Figuren zu einer ungeschriebenen Komödie (URL).
  3. Wikisource-Quellentext „Lily Braun, Die Liebesbriefe der Marquise, Prinz Louis Rohan an Delphine.
  4. Edgar Rai: Nächsten Sommer. 3. Auflage. Aufbau Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-7466-2732-8, Seite 119.