Schlepptau

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Schlepptau (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Schlepptau die Schlepptaue
Genitiv des Schlepptaus
des Schlepptaues
der Schlepptaue
Dativ dem Schlepptau den Schlepptauen
Akkusativ das Schlepptau die Schlepptaue

Worttrennung:

Schlepp·tau, Plural: Schlepp·taue

Aussprache:

IPA: [ˈʃlɛpˌtaʊ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Schlepptau (Info)

Bedeutungen:

[1] starkes Seil, das zum Ziehen eines Fahrzeuges verwendet wird
[2] langes Seil bei einem Heißluftballon, das als Hilfe bei der Landung zum Boden herabgelassen wird
[3] umgangssprachlich, übertragen: Person oder Gruppe, die sich jemandem anschließt, jemanden begleitet, beisteht oder auch von einem anderen abhängig ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs schleppen und dem Substantiv Tau

Beispiele:

[1] Das alte Schiff wurde mit einem Schlepptau zurück in den Hafen gebracht.
[2] Das Schlepptau wurde herabgeworfen und schon fing der Ballon an, langsamer zu sinken.
[3] Der weltberühmte Sportler hat tausende Fans im Schlepptau.
[3] Die mächtigen Politiker wollten das arme Volk in ihr Schlepptau nehmen.
[3] Er ist in das Schlepptau seiner Feinde geraten.
[3] „Der deutsche Profi, hauptberuflich in Diensten der Buffalo Sabres, flog im Schlepptau der Nordamerikaner vergangene Woche nach Riga.“[1]
[3] „Kurz nach 10 Uhr Ortszeit verkündete Stephen Elop, Chef von Nokia, die neue Strategie des finnischen Handy-Riesen – und hatte einen Überraschungsgast im Schlepptau: Steve Ballmer, Chef des amerikanischen Software-Giganten Microsoft.“[2]
[3] „Minuten später taucht er mit zwei Kellnern im Schlepptau wieder auf, die in ihren Händen gleich mehrere der dringend benötigten Gummiringe halten.“[3]
[3] „Weil sie mit nun über siebzig Jahren nicht miterleben wollte, wie ein Rassist (und Sexist) im Weißen Haus mit einer Meute gewalttätiger Anhänger im Schlepptau diese Errungenschaften ruinieren würde.“[4]
[3] „Im Jahr 1926 war Heuss ein Journalist, freiberuflicher Publizist und engagierter liberaler Politiker im Schlepptau des Nationalliberalen Friedrich Naumann.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Schlepptau
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schlepptau
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Schlepptau
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchlepptau
[3] The Free Dictionary „Schlepptau
[1, 3] Duden online „Schlepptau
[3] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Schlepptau

Quellen:

  1. Marc Heinrich: Deutsches Eishockey-Team gewinnt auch gegen Kanada. In: FAZ.NET. 24. Mai 2021, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Juli 2021).
  2. Hendrik Ankenbrand: Das finnische Wunder ist zu Ende. In: FAZ.NET. 14. Februar 2011, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Juli 2021).
  3. Georg Küffner: Die Brücke im Museum als Lehrstück. In: FAZ.NET. 26. April 2007, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Juli 2021).
  4. Claus Leggewie: Amerikaner auf der Flucht. In: FAZ.NET. 12. Oktober 2020, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Juli 2021).
  5. Rainer Hank: Sind wir reif genug für die Demokratie?. In: FAZ.NET. 10. März 2020, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Juli 2021).