Sandmann

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Sandmann (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Sandmann die Sandmänner
Genitiv des Sandmanns
des Sandmannes
der Sandmänner
Dativ dem Sandmann
dem Sandmanne
den Sandmännern
Akkusativ den Sandmann die Sandmänner

Worttrennung:

Sand·mann, Plural: Sand·män·ner

Aussprache:

IPA: [ˈzantman]
Hörbeispiele: —
Reime: -antman

Bedeutungen:

[1] Figur des westlichen Volksmythos, die kleine Kinder besucht und zum Einschlafen bringt, indem sie ihnen Sand in die Augen streut
[2] im Herzogtum Schleswig verwendete Bezeichnung für einen Titel von Gerichtsbeisitzern im Dänischen Königreich

Herkunft:

Zusammensetzung (Determinativkompositum) aus Sand und Mann

Verkleinerungsformen:

Sandmännchen, Sandmännlein

Oberbegriffe:

Märchengestalt

Beispiele:

[1] Der Sandmann ist auch eine Figur des westdeutschen Rundfunks, die dem „Sandmännchen“ im DDR-Rundfunk entspricht.
[2] „Vom königlichen Vogt wurden jeweils acht Sandmänner für jede Harde als Richter ernannt, deren Rechtsprechung bei Totschlag, Verstümmelung, Heerwerk, Notzucht und Streitigkeiten um Feldscheiden erforderlich wurde.“[1]

Redewendungen:

[1] Gleich kommt der Sandmann.
[1] War der Sandmann schon da?

Übersetzungen[Bearbeiten]

 
Dialektausdrücke:

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Sandmann
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Sandmann“.
[*] canoo.net „Sandmann
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSandmann

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural
Nominativ der Sandmann
(Sandmann)
die Sandmann
(Sandmann)
die Sandmanns
Genitiv des Sandmann
des Sandmanns
(Sandmanns)
der Sandmann
(Sandmann)
der Sandmanns
Dativ dem Sandmann
(Sandmann)
der Sandmann
(Sandmann)
den Sandmanns
Akkusativ den Sandmann
(Sandmann)
die Sandmann
(Sandmann)
die Sandmanns
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Sandmann“ – für männliche Einzelpersonen, die „Sandmann“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Sandmann“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Sandmann“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Sand·mann, Plural: Sand·manns

Aussprache:

IPA: [ˈzantˌman]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] deutscher Nachname, Familienname

Beispiele:

[1] Dieser Sandmann geht mir dermaßen auf die Nerven!
[1] Die Sandmanns kommen nachher zum Essen rüber.

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sandmann
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSandmann

Quellen:

  1. Sandmann / Sandmänner

Ähnliche Wörter:

Sensenmann