Zum Inhalt springen

Obersekunda

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ die Obersekunda die Obersekunden
Genitiv der Obersekunda der Obersekunden
Dativ der Obersekunda den Obersekunden
Akkusativ die Obersekunda die Obersekunden

Worttrennung:

Ober·se·kun·da Plural: Ober·se·kun·den

Aussprache:

IPA: [ˈoːbɐzeˌkʊnda], [ˌoːbɐzeˈkʊnda]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Obersekunda (Info), Lautsprecherbild Obersekunda (Info)
Reime: -ʊnda

Bedeutungen:

[1] Deutschland, Schweiz: 7. Klasse eines Gymnasiums, das heißt insgesamt 11. Schuljahr

Herkunft:

Determinativkompositum aus ober- und Sekunda

Gegenwörter:

[1] Sexta, Quinta, Quarta, Tertia, Untertertia, Obertertia, Sekunda, Untersekunda, Prima, Unterprima, Oberprima

Oberbegriffe:

[1] Klassenstufe

Beispiele:

[1] „Deshalb bekam Wolfgang, einer der klügsten Schüler der Obersekunda, diese Rolle, dessen katzenartiger Kopf gut zu seiner selbstbewussten Redeweise passte, die auch im Alltag immer mit einer überraschenden Wendung endete.“[1]
[1] „Am nächsten Tag, mit der Versetzung von der Obertertia in die Obersekunda, wurden sie getrennt - die Untersekunda fiel damals, 1938, auf allerhöchste Anordnung aus, weil damit ein Jahr für die vormilitärische Organisation des Arbeitsdienstes gewonnen wurde.“[2]
[1] „Der Rest der Obersekunda döste - allein der Primus Albin Klepper verfolgte mit Aufmerksamkeit die Ausführungen von Professor Graumilch.“[3]
[1] „Da es im heimatlichen Crossen keine Abiturmöglichkeit gab, besuchte er von der Obersekunda an das Humanistische Friedrichsgymnasium in Frankfurt/Oder.“[4]

Wortbildungen:

Obersekundaner
[1] Wikipedia-Artikel „Obersekunda
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Obersekunda
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalObersekunda
[1] The Free Dictionary „Obersekunda
[1] Duden online „Obersekunda

Quellen:

  1. Karl Heinz Bohrer: Granatsplitter. Erzählung einer Jugend. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2014, ISBN 978-3-423-14293-9, Seite 166. Erstausgabe 2012.
  2. Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 220. Kursiv gedruckt: Arbeitsdienstes.
  3. Hans Fallada: Unterprima Totleben. In: Günter Caspar (Herausgeber): Hans Fallada, Sachlicher Bericht über das Glück, ein Morphinist zu sein. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2790-8, Seite 56-81, Zitat Seite 57. Entstanden 1939-41.
  4. Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter. Lebensgeschichten und Dokumente. 2. Auflage. Wallstein, Göttingen 2023, ISBN 978-3-8353-5388-6, Seite 119.