Obertertia

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Obertertia (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Obertertia

die Obertertien

Genitiv der Obertertia

der Obertertien

Dativ der Obertertia

den Obertertien

Akkusativ die Obertertia

die Obertertien

Worttrennung:

Ober·ter·tia, Plural: Ober·ter·ti·en

Aussprache:

IPA: [ˈoːbɐˌtɛʁt͡si̯a], [ˌoːbɐˈtɛʁt͡si̯a]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Deutschland, Schweiz: fünfte Klasse am Gymnasium, insgesamt Klasse 9[1]

Herkunft:

Determinativkompositum aus ober- und Tertia

Gegenwörter:

[1] Sexta, Quinta, Quarta, Tertia, Untertertia, Sekunda, Untersekunda, Obersekunda, Prima, Unterprima, Oberprima

Oberbegriffe:

[1] Klassenstufe

Beispiele:

[1] „In der Obertertia wäre einer, den sollte ich mal fragen, der könnte ein Lied singen.“[2]
[1] „Mit dem Ende der Obertertia im Sommer 1949 änderte sich sein Leben mit einem Schlag.“[3]
[1] „Die Obertertia tobte.“[4]
[1] „Von der Sexta bis zur Obertertia tummelten sich die Johanneer in den Pausen auf dem Außenhof, während der Innenhof mit der nackten Bronzestatue, dem Schatten einer riesigen Kastanie und der gelassenen Würde des breiten Portals den Schülern der Oberstufe, zwischen Untersekunda und Oberprima, vorbehalten war.“[5]
[1] „Am nächsten Tag, mit der Versetzung von der Obertertia in die Obersekunda, wurden sie getrennt - die Untersekunda fiel damals, 1938, auf allerhöchste Anordnung aus, weil damit ein Jahr für die vormilitärische Organisation des Arbeitsdienstes gewonnen wurde.“[6]

Wortbildungen:

Obertertianer

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Obertertia
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Obertertia
[*] canoonet.eu „Obertertia
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonObertertia
[1] The Free Dictionary „Obertertia
[1] Duden online „Obertertia

Quellen:

  1. Zur Zählung siehe: Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „1Prima“; hier im Artikel Sexta.
  2. Walter Kempowski: Tadellöser & Wolff. Ein bürgerlicher Roman. CW Niemeyer, Hameln 1991, ISBN 3-87585-911-1, Seite 256. Das Buch ist erstmals 1971 erschienen.
  3. Karl Heinz Bohrer: Granatsplitter. Erzählung einer Jugend. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2014, ISBN 978-3-423-14293-9, Seite 164. Erstausgabe 2012.
  4. Hans Fallada: Der eiserne Gustav. Roman. Aufbau, Berlin 2012, ISBN 978-3-7466-2860-8, Seite 163. Erstveröffentlichung 1938, revidiertes Manuskript 1962.
  5. Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 152.
  6. Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 220. Kursiv gedruckt: Arbeitsdienstes.