Hausherr

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Hausherr (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Hausherr die Hausherren
Genitiv des Hausherrn
des Hausherren
der Hausherren
Dativ dem Hausherrn
dem Hausherren
den Hausherren
Akkusativ den Hausherrn
den Hausherren
die Hausherren

Worttrennung:

Haus·herr, Plural: Haus·her·ren

Aussprache:

IPA: [ˈhaʊ̯sˌhɛʁ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Hausherr (Info)

Bedeutungen:

[1] Person, die in einer Familie die Entscheidungen fällt
[2] Person, die ein Haus/mehrere Häuser besitzt
[3] Sport: Verein, der auf dem eigenen Platz spielt

Herkunft:

mittelhochdeutsch hūsherre, auch „Hausverwalter“, althochdeutsch hūshērro „Familienoberhaupt“, belegt seit dem 11. Jahrhundert[1]
Determinativkompositum aus Haus und Herr

Synonyme:

[1] Familienoberhaupt, Haushaltsvorstand
[2] Hausbesitzer, Hauseigentümer
[3] Platzverein

Sinnverwandte Wörter:

[2] Vermieter

Weibliche Wortformen:

[1–3] Hausherrin

Oberbegriffe:

[1–3] Herr

Beispiele:

[1] Wegen des Lärms wollten sie mit dem Hausherrn sprechen.
[1] „Der Hausherr war untröstlich, daß er ihnen nicht einmal etwas zu trinken oder zu rauchen anbieten konnte.“[2]
[1] „Der Hausherr schweigt verwundert.“[3]
[2] Der Hausherr entscheidet, welchen Mieter er akzeptiert.
[2] „Der Hausherr, der das Haus im Jahre 1919 verkaufte und im Jahre 1923 wieder erwarb, ist neuer Eigentümer im Sinne des § 19 Abs 3 MG.“[4]
[3] Die Hausherren verloren schließlich doch noch das Spiel.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Hausherr
[*, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hausherr
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Hausherr
[1, 2] The Free Dictionary „Hausherr
[1–3] Duden online „Hausherr
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalHausherr

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hausherr
  2. Ludwig Hillenbrandt: Mit einer Träne im Knopfloch. Kleine Sittengeschichte des Witzes. Lichtenberg, München 1965, Seite 150.
  3. Jakob Hessing: Der jiddische Witz. Eine vergnügliche Geschichte. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75473-9, Seite 137.
  4. Rechtssatz des österreichischen OGH vom 9. Dezember 1924