Gicht

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Gicht (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Gicht die Gichten
Genitiv der Gicht der Gichten
Dativ der Gicht den Gichten
Akkusativ die Gicht die Gichten
[1] Gichtfuss im Röntgenbild

Worttrennung:

Gicht, Plural: Gich·ten

Aussprache:

IPA: [ɡɪçt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Gicht (Info) Lautsprecherbild Gicht (österreichisch) (Info)
Reime: -ɪçt

Bedeutungen:

[1] Medizin, kein Plural: Störung des Purinstoffwechsels mit vermehrter Harnsäurebildung und Ablagerung von Harnsäuresalzen in den Gelenken
[2] Hüttenwesen: oberer Teil des Hochofens

Herkunft:

[1] mittelhochdeutsch giht, althochdeutsch gigiht, firgiht, weitere Herkunft unklar, belegt seit dem 9. Jahrhundert, heutige Form seit dem 13. Jahrhundert[1]
[2] nach Wahrig geht die Bezeichnung für die obere Öffnung des Hochofens „vermutlich“ auf niederdeutsch gift, germanisch *gifti „was eingegeben wird, Gabe“ zurück[2]

Synonyme:

[1] Arthritis urica, Urikopathie, Zipperlein

Beispiele:

[1] Er leidet an Gicht.
[1] „Aber es konnte genausogut die Gicht sein und die Furcht vor den eigenen Schmerzen.“[3]
[2] Durch die Gicht, die Öffnung am oberen Schachtende, wird der Hochofen beschickt.

Wortbildungen:

Gichtanfall, gichtbrüchig, Gichtgas, Gichtknoten, gichtkrank


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Gicht“, Seite 1067
[1] Wikipedia-Artikel „Gicht
[1] Duden, Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe. 9., überarbeitete und ergänzte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2012, ISBN 978-3-411-04619-5 (Redaktionelle Leitung: Ulrich Kilian) Seite 323, Haupteintrag unter Arthritis, Arthritis urica, Seite 134f.
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „gicht“.
[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „gicht“.
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gicht
[1, 2] canoo.net „Gicht
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGicht

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Gicht“, Seite 357.
  2. Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 8. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2006, ISBN 978-3-577-10241-4, DNB 974499498, Stichwort: Gicht2.
  3. Janosch: Polski Blues. Roman. Goldmann, München 1991, ISBN 978-3-442-30417-2, Seite 62.