Geschmeide

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Geschmeide (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Geschmeide

die Geschmeide

Genitiv des Geschmeides

der Geschmeide

Dativ dem Geschmeide

den Geschmeiden

Akkusativ das Geschmeide

die Geschmeide

[1] antikes griechisches Geschmeide in Form eines Diadems (300 v. Chr.)

Worttrennung:

Ge·schmei·de, Plural: Ge·schmei·de

Aussprache:

IPA: [ɡəˈʃmaɪ̯də]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Geschmeide (Info)
Reime: -aɪ̯də

Bedeutungen:

[1] kostbare Goldschmiedearbeit, kostbarer Schmuck

Herkunft:

von althochdeutsch gismidi → goh „Metall“, mittelhochdeutsch gesmide → gmh „Metall, Schmiedearbeit, Schmuck“, einer Kollektivbildung zu althochdeutsch smida → goh „Metall“, mittelhochdeutsch smide → gmh „Metall, Metallschmuck, Metallgeräte, Waffen, Rüstung“ und zu Schmied; die engere Bedeutung „Schmuck, Goldschmiedearbeit“ erlangt der Begriff erst im 18. Jahrhundert[1][2]

Synonyme:

[1] Kleinod, im Plural: Juwelen, Kostbarkeiten, Preziosen / Pretiosen

Gegenwörter:

[1] Modeschmuck, Talmi, Tand

Oberbegriffe:

[1] Schmuck

Unterbegriffe:

[1] Armgeschmeide, Brautgeschmeide, Brillantring, Diadem, Diamantengeschmeide / Diamantgeschmeide, Diamantcollier / Diamantkollier, Goldarmband, Goldgeschmeide, Krone, Kronjuwelen, Perlenkollier, Platinschmuck, Silberarmband, Silberschmuck

Beispiele:

[1] Goldene Horusfalken an bunten Amuletten, goldene Blüten-Diademe, Pektorale, Armbänder mit persönlichen Widmungen sind in einem verdunkelten Raum zu sehen, der das Geschmeide umso stärker glänzen lässt.[3]
[1] Da ein Teil des Geschmeides möglicherweise in seine Einzelteile zerlegt wurde, sind Diamantenhändler auf der ganzen Welt zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.[4]
[1] Ihre Handgelenke funkeln von Geschmeide und goldenen Reifen mit funkelnden Halbedelsteinen, die zu den praktischen, pantoffelartigen Schuhen und Hosenanzügen passen wie ein Harem zum Nonnenkloster.[5]
[1] Dort sind schon die Beatles aufgetreten, 1963; John Lennon provozierte damals das reiche Publikum mit der Aufforderung: »Für unser letztes Stück bitte ich um Ihre Hilfe: Würden Sie auf den billigen Plätzen bitte klatschen? Und alle anderen, klappern Sie bitte einfach mit Ihrem Geschmeide.«[6]
[1] Als er von mir erfuhr, daß ich Waffen zu schmieden und edles Geschmeide wohl verstand, - ich hatte es vom Knaben an geübt - da behandelte er mich besser, baute nahe seiner Villa mir eine Werkstätte und machte mich zum Vorstand der hier beschäftigten Sklaven.[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] edles, herrliches, kostbares Geschmeide

Wortbildungen:

Armgeschmeide, Brautgeschmeide, Diamantengeschmeide / Diamantgeschmeide, Goldgeschmeide

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Geschmeide
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Geschmeide
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Geschmeide
[1] canoonet „Geschmeide
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGeschmeide
[1] The Free Dictionary „Geschmeide

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, ISBN 3-423-32511-9, Seite 438
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 681
  3. NORBERT MAYER: Tutanchamun: Die Wucht der alten Götter. In: DiePresse.com. 7. März 2008, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 17. August 2012).
  4. Ag.: Millionen-Belohnung nach Londoner Juwelenraub. In: DiePresse.com. 17. August 2009, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 17. August 2012).
  5. Uwe Schmitt: Helen Thomas, die Frau, die Präsidenten hassen. In: Welt Online. 17. November 2009, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 17. August 2012).
  6. Elena Lappin: Wie Zirkus im alten Rom. Talentsuche im Fernsehen. In: Zeit Online. Nummer 33/2009, 6. August 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. August 2012).
  7. Felix Dahn: Ein Kampf um Rom. In: Projekt Gutenberg-DE. Dreiunddreißigstes Kapitel (URL).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: gescheite, geschmeidig, Geschmeiß