Gerede

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Gerede (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Gerede
Genitiv des Geredes
Dativ dem Gerede
Akkusativ das Gerede

Worttrennung:

Ge·re·de, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɡəˈʁeːdə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Gerede (Info)
Reime: -eːdə

Bedeutungen:

[1] sinnloses Reden
[2] abfälliges Reden

Herkunft:

Ableitung zum Stamm des Verbs reden mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ge-

Synonyme:

[1] Geschwätz, Geseier, Gewäsch, Rederei, Gequatsche, Gelaber, Sermon
[2] Klatsch, Getratsche, Getuschel

Sinnverwandte Wörter:

[1, 2] Quatsch mit Soße, Unsinn

Beispiele:

[1] Was soll das ständige Gerede von einem Neuanfang?
[1] „Wie ein Schwamm muß der Junge ihr Gerede aufgesogen haben.“[1]
[1] „Offensichtlich hatten die Gedanken, die ihr jetzt durch den Kopf gingen, mit dem Gerede ihrer Schwägerin nichts zu tun.“[2]
[2] Durch sein Fehlverhalten ist er sowieso schon ins Gerede gekommen.
[2] „Längst ist das Humboldt Forum im Berliner Stadtschloss auch international ins Gerede gekommen – und scheint alles zu unternehmen, damit es beim schlechten Ruf bleibt.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] dummes, abfälliges Gerede

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Gerede
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gerede
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gerede
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGerede

Quellen:

  1. Günter Grass: Im Krebsgang. Eine Novelle. Steidl, Göttingen 2002, ISBN 3-88243-800-2, Seite 44.
  2. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 123f. Russische Urfassung 1867.
  3. Ulrike Knöfel: Berliner Mogelpackung. In: Spiegel Online. 29. Juni 2021, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 30. Juni 2021).