Eselsbrücke

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Eselsbrücke (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Eselsbrücke

die Eselsbrücken

Genitiv der Eselsbrücke

der Eselsbrücken

Dativ der Eselsbrücke

den Eselsbrücken

Akkusativ die Eselsbrücke

die Eselsbrücken

Worttrennung:

Esels·brü·cke, Plural: Esels·brü·cken

Aussprache:

IPA: [ˈeːzl̩sˌbʁʏkə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Eselsbrücke (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: Hilfe, kurzer Spruch, um sich etwas besser merken zu können

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Esel und Brücke sowie dem Fugenelement -s; Lehnübersetzung des 18. Jahrhunderts von lateinisch pons asinorum → la, aus pons → la „Brücke“ und dem Genitiv Plural von asinus → la „Esel“[1]

Synonyme:

[1] Gedächtnisstütze, Merkhilfe, Merkspruch, Merkvers

Oberbegriffe:

[1] Gedächtnis

Beispiele:

[1] Eine Eselsbrücke, mit der man sich die Reihenfolge der Gitarrensaiten merken kann, lautet: Eine alte Dame geht heute einkaufen. (E-A-D-G-H-E)
[1] Die Himmelsrichtungen bringt man nicht mehr durcheinander mit der Eselsbrücke: Nie ohne Seife waschen! (Nord-Ost-Süd-West)
[1] „Zwar verspürte ich weiterhin Abscheu und Ohnmacht vor den tückischen Zeichen, tat aber mein Bestes, ihnen über Eselsbrücken näherzukommen.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] sich, jemandem eine Eselsbrücke bauen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Eselsbrücke
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Eselsbrücke
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Eselsbrücke
[*] canoonet „Eselsbrücke
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalEselsbrücke
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Eselsbrücke
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Eselsbrücke
[1] The Free Dictionary „Eselsbrücke
[1] Deutsche Welle, Deutsch lernen - Wort der Woche: Hanna Grimm: Eselsbrücke. In: Deutsche Welle. 6. Januar 2009 (Text und Audio zum Download, Dauer: 00:59 mm:ss, URL, abgerufen am 12. Oktober 2018).

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Esel“.
  2. Ulla Hahn: Aufbruch. Roman. 5. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010, ISBN 978-3-421-04263-7, Seite 289f.
  3. Englischer Wikipedia-Artikel „mnemonic