Duderstadt

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Duderstadt (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Duderstadt
Genitiv (des Duderstadt)
(des Duderstadts)

Duderstadts
Dativ (dem) Duderstadt
Akkusativ (das) Duderstadt

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Duderstadt“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:
Du·der·stadt, kein Plural

Aussprache:
IPA: [ˈduːdɐˌʃtat]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Duderstadt (Info)

Bedeutungen:
[1] eine Stadt in Niedersachsen, Deutschland

Herkunft:
erste Erwähnung in der Form tuterstedi im Jahr 929 (Erwähnung eines Königshofs in einer Urkunde König Heinrich I.[1] Der Name kann nicht mit Sicherheit gedeutet werden: Er könnte in Zusammenhang mit Graf Dudo von Lauterberg oder mit einer außer Gebrauch geratenen Flussbezeichnung Dudara stehen; auch ein Anschluss an niederdeutsch duderian „zittern“, Dude „Schilf“ wird erwogen.[2]

Oberbegriffe:
[1] Stadt

Beispiele:
[1] Duderstadt liegt in südöstlichen Niedersachsen, etwa 30 Kilometer östlich von Göttingen.
[1] „Der Osten erschien den Menschen wie eine riesenhafte Pestwolke, die bis Sibirien reichte, die im Westen auf Ratzeburg und Duderstadt zukroch, eine Wolke, in der man Atemnot bekam und kaum noch die Sonne sah.“[3]
[1] „In den 14 Ortsteilen Duderstadts treffen wir auf prächtige Bauernhäuser, stattliche Dorfkirchen mit kunstgeschichtlich wertvollen Ausstattungen, auf gepflegte Angeranlagen, zahlreiche Klusen, Wegkreuze und Bildstöcke, ja bei Werxhausen und Desinderode sogar auf eine Vielzahl vorgeschichtlicher Hügelgräber aus der Bronzezeit.“[4]
[1] „Für die Menschen aus Duderstadt, Heiligenstadt und Worbis war es gleichwohl eine Selbstverständlichkeit, zum Broterwerb in die Fremde zu ziehen, aber daheim auf dem Eichsfeld die eigenen Wurzeln zu pflegen.“[5]
[1] „Nur kurze Zeit nach einer erneuten Passage dieser ehemaligen Grenze hatten wir unser heutiges Ziel, das nur rund 10 Kilometer von Duderstadt entfernte Ausflugsrestaurant »Graf Isang« am Seeburger See, erreicht.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] in Duderstadt anlangen, in Duderstadt arbeiten, sich in Duderstadt aufhalten, in Duderstadt aufwachsen, Duderstadt besuchen, durch Duderstadt fahren, nach Duderstadt fahren, über Duderstadt fahren, nach Duderstadt kommen, nach Duderstadt gehen, in Duderstadt leben, nach Duderstadt reisen, aus Duderstadt stammen, in Duderstadt verweilen, nach Duderstadt zurückkehren

Wortbildungen:
Duderstädter

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Duderstadt
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Duderstadt
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDuderstadt

Quellen:

  1. Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport (Herausgeber), Stadt Duderstadt (Redaktion): Niedersachsenbuch 2012. Duderstadt. CW Niemeyer Druck, Hameln 2012, ISSN 0946-5588, Seite 14f.
  2. Gudrun Schwibbe, Michael Schwibbe, Maria Hauff, Rüdiger Herzog, Hans Starosta, Andreas Stephainski: Zeitreise durchs Eichsfeld. 1075 Jahre Duderstadt. Göttinger Tageblatt, Göttingen 2004, ISBN 3-924781-50-8, Seite 9.
  3. Arno Surminski: Kudenow oder An fremden Wassern weinen. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, Seite 199 Kein ISBN.
  4. Helmut Godehardt, Erich Steffen (Text und Bildunterschriften); Herausgeber Landkreis Heiligenstadt, Heimat- und Verkehrsverband e.V. Duderstadt, Landkreis Worbis: Schönes Eichsfeld. Mecke, Duderstadt 1991, ISBN 3-923453-39-6, Seite 99, 231 Seite 11.
  5. Stefan Koch: Eichsfeld-Landrat stößt Debatte an. In: Eichsfelder Tageblatt. Nummer 45, 23. Februar 2013, Seite 9.
  6. Matthias Kaiser: Der Eichsfeld Report. Art de Cuisine, Erfurt 2009, ISBN 978-3-9811537-3-6, Seite 178.