Abschied

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Abschied (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Abschied die Abschiede
Genitiv des Abschieds
des Abschiedes
der Abschiede
Dativ dem Abschied den Abschieden
Akkusativ den Abschied die Abschiede

Worttrennung:

Ab·schied, Plural: Ab·schie·de

Aussprache:

IPA: [ˈapˌʃiːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Abschied (Info)

Bedeutungen:

[1] Handlung, mit der man sich von jemand oder etwas trennt (= verabschiedet)
[2] veraltete Bedeutung: Entlassung aus dem Militärdienst oder aus dem Dienst als Beamter

Herkunft:

frühneuhochdeutsch (15. Jahrhundert) abscheid, abschid[1]

Beispiele:

[1] „Doch selbst für mutige Spitzenreiter wie ihn wird einmal die Zeit kommen, vom Risikosport Abschied zu nehmen.“[2]
[1] Ich nehme heute Abschied von Dir.
[1] Es ist ein Abschied für immer.
[1] „Es war ganz nach ihrer Art, die Sentimentalität eines Abschieds zu vermeiden.“[3]
[1] „Beim Abschied gaben wir ihm noch etwas Geld.“[4]
[1] „Vor seiner Abreise hatte Fürst Andrej eine lange Aussprache mit dem Vater gehabt, und Prinzessin Marja hatte zwischen beiden beim Abschied eine gewisse Verstimmung wahrgenommen.“[5]
[2] Daraufhin nahm er seinen Abschied, er wurde also ehrenvoll aus dem Dienst entlassen.
[2] „Noch vor Kriegsausbruch hatte Rostow von seinen Eltern einen Brief bekommen, in welchem sie ihm Nataschas Erkrankung und ihre Entlobung mitteilten – als Grund der Entlobung gaben sie ihm nur an, Natascha habe dem Fürsten Andrej abgeschrieben – und ihn erneut baten, seinen Abschied zu nehmen und nach Hause zurückzukehren.“[6]
[2] „Wenig mehr als ein Jahr vor Ausbruch des vierundsechziger Kriegs war ihm ein Sohn geboren worden, und kaum wieder in seine Garnison Brandenburg eingerückt, nahm er den Abschied, um sich auf sein seit dem Tode des Vaters halb verödetes Schloß Stechlin zurückzuziehen.“[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Abschied nehmen; tränenreicher, trauriger Abschied

Wortbildungen:

Abschiedsbrief, Abschiedsessen, Abschiedsfeier, Abschiedsfest, Abschiedsfete, Abschiedsformel, Abschiedsgedicht, Abschiedsgeschenk, Abschiedsgruß, Abschiedskuss, Abschiedsrede, Abschiedsschmerz, Abschiedswort, Abschiedszeit, Junggesellenabschied, verabschieden

Entlehnungen:

polnisch: abszyt

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Abschied
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Abschied
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAbschied
[1, 2] The Free Dictionary „Abschied
[1, 2] Duden online „Abschied

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Abschied“, Seite 9.
  2. Thomas Götz: Das Pferd gewinnt auch ohne ihn. Berliner Zeitung, Berlin 16.08.1999
  3. Rudolf G. Binding: Moselfahrt aus Liebeskummer. Novelle einer Landschaft. Bertelsmann Lesering, ohne Ortsangabe, ohne Jahresangabe, Seite 116. Erstveröffentlichung 1932.
  4. Janosch: Polski Blues. Roman. Goldmann, München 1991, ISBN 978-3-442-30417-2, Seite 28.
  5. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 627. Russische Urfassung 1867.
  6. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 842. Russische Urfassung 1867.
  7. Theodor Fontane: Der Stechlin. 2. Auflage. F. Fontane & Co., Berlin 1899 (Erstpublikation 1897, Wikisource), Seite 7.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: badische