Sprachgesetz
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[Bearbeiten] Sprachgesetz (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, n
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Sprachgesetz | die Sprachgesetze |
| Genitiv | des Sprachgesetzes | der Sprachgesetze |
| Dativ | dem Sprachgesetz | den Sprachgesetzen |
| Akkusativ | das Sprachgesetz | die Sprachgesetze |
Silbentrennung:
- Sprach·ge·setz, Plural: Sprach·ge·set·ze
Aussprache:
- IPA: [ˈʃpʀaːχɡəˌzɛʦ], Plural: [ˈʃpʀaːχɡəˌzɛʦə]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: allgemeingültige Aussage über einen Zustand oder einen Prozess, die sich in Sprachen zeigen.
- [2] Quantitative Linguistik: allgemeingültige Aussage über einen Mechanismus, der in der Sprache beobachtbare Zustände oder Prozesse hervorbringt.
- [3] Jura, Politik: Gesetz (in manchen Ländern), das der Erhaltung und Pflege der eigenen Sprache dient.
Abkürzungen:
Herkunft:
- Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Sprache und Gesetz
Oberbegriffe:
- [1] Verallgemeinerung
- [2] Gesetz (Wissenschaftstheorie)
- [3] Gesetz (Jura)
Unterbegriffe:
- [1] Lautgesetz
- [2] Martinsches Gesetz, Menzerathsches Gesetz, Menzerath-Altmann-Gesetz, Piotrowski-Gesetz, Sprachwandelgesetz, Zipfsches Gesetz und viele andere
Beispiele:
- [1] Die Lautgesetze der Junggrammatiker sind Sprachgesetze; sie machen allgemeine Aussagen über die Lautbeziehungen zwischen Sprachen.
- [2] Das Menzerathsche Gesetz "Je größer ein sprachliches Konstrukt, desto kleiner seine (direkten) Konstituenten" ist ein Beispiel für ein Sprachgesetz.
- [2] Sprachgesetze sind Bestandteile der Sprachtheorie.
- [2] „Eine Sprachtheorie im Sinne der allgemeinen wissenschaftstheoretischen Terminologie existiert, wie gesagt, noch nicht; eine Reihe von Sprachgesetzen dagegen ist in neuerer Zeit - im Rahmen der quantitativen Linguistik - gefunden, formuliert und überprüft worden...“[1]
- [3] In Frankreich soll ein Sprachgesetz dafür sorgen, dass das Französische erhalten bleibt und gepflegt wird.
- [3] „Es sei ‚eine Verletzung multinationaler Abkommen‘, dieses slowakische Sprachgesetz, sagt Ungarns Präsident László Sólyom, Ungarisch werde zur Küchensprache herabgewürdigt.“[2]
- [3] „Der belgische Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen nutzte den deutschsprachigen Belgiern, die sich keiner der beiden Volksgruppen zugehörig fühlten, insofern, als in den Sprachgesetzen von 1963 Deutsch ‚dritte Sprache Belgiens‘ wurde...“[3]
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1–3] Wikipedia-Artikel „Sprachgesetz“
- [?] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sprachgesetz“
- [?] canoo.net „Sprachgesetz“
- [3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Sprachgesetz“
Quellen:
- ↑ Reinhard Köhler: Gegenstand und Arbeitsweise der Quantitativen Linguistik. In: Reinhard Köhler, Gabriel Altmann, Rajmund G. Piotrowski (Hrsg.): Quantitative Linguistik - Quantitative Linguistics. Ein internationales Handbuch. de Gruyter, Berlin/ New York 2005, S. 1–16; Zitat S. 13. ISBN 3-11-015578-8.
- ↑ Jan Puhl: Unerschütterliche Treue. In: DER SPIEGEL 38, 2009, S. 85f.; Zitat S. 85. Artikel über einen Streit zwischen Ungarn und Slowaken wegen eines neuen slowakischen Sprachgesetzes.
- ↑ Joachim Born, Sylvia Dickgießer: Deutschsprachige Minderheiten. Ein Überblick über den Stand der Forschung für 27 Länder. Institut für deutsche Sprache, Mannheim 1989, S. 42. ISBN 3-922641-39-3.
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