Sprachwandelgesetz

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[Bearbeiten] Sprachwandelgesetz (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, n

Kasus Singular Plural
Nominativ das Sprachwandelgesetz die Sprachwandelgesetze
Genitiv des Sprachwandelgesetzes der Sprachwandelgesetze
Dativ dem Sprachwandelgesetz den Sprachwandelgesetzen
Akkusativ das Sprachwandelgesetz die Sprachwandelgesetze

Silbentrennung:

Sprach·wan·del·ge·setz, Plural: Sprach·wan·del·ge·set·ze

Aussprache:

IPA: [ˈʃpʀaːχvandl̩ɡəˌzɛʦ], Plural: [ˈʃpʀaːχvandl̩ɡəˌzɛʦə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] LinguistikHistoriolinguistik: allgemeingültige Aussage über die Veränderung der Sprache in der Zeit
[2] LinguistikQuantitative Linguistik: allgemeingültige, mathematisch formulierte Aussage über den Verlauf von Sprachwandelprozessen.

Herkunft:

Determinativkompositum aus Sprachwandel und Gesetz

Synonyme:

[2] Piotrowski-Gesetz

Gegenwörter:

[2] Martinsches Gesetz, Menzerathsches Gesetz, Menzerath-Altmann-Gesetz, Zipfsches Gesetz und viele andere

Oberbegriffe:

[1, 2] Sprachgesetz

Unterbegriffe:

[1] Lautgesetz

Beispiele:

[1] Die Lautgesetze der Junggrammatiker sind Sprachwandelgesetze; sie machen allgemeine Aussagen über die lautlichen Veränderungen in der Geschichte einer Sprache.
[1] „Aus dem universalen Sprachwandelgesetz ergibt sich eine Reihe von Konsequenzen, negative wie positive.“[1]
[2] Das Sprachwandelgesetz entspricht in vielen Fällen den Wachstumsgesetzen in anderen Wissenschaften.
[2] „Das Sprachwandelgesetz von Altmann, das - wie in der vorliegenden Arbeit - die ersten empirischen Tests durchläuft, scheint aber Chancen zu haben, Bestandteil einer solchen zu entwickelnden allgemeinen (Synchronie und Diachronie umfassenden) Sprachtheorie zu werden.“[2]
[2] „Zunächst werden aber die Formen, die das Sprachwandelgesetz annehmen kann, kurz vorgestellt.“[3]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Sprachwandelgesetz
[1] canoo.net „Sprachwandelgesetz

Quellen:

  1. Helmut Lüdtke: Sprachwandel als universales Phänomen. In: Helmut Lüdtke (Hrsg.): Kommunikationstheoretische Grundlagen des Sprachwandels. de Gruyter, Berlin/New York 1980, S. 1-19, Zitat S. 14. ISBN 3-11-007271-8.
  2. Ulrike Imsiepen 1983. Die e-Epithese bei starken Verben im Deutschen. In: Karl-Heinz Best, Jörg Kohlhase (Hrsg.): Exakte Sprachwandelforschung. edition herodot, Göttingen 1983, Seiten 119-141, Zitat S. 137. ISBN 3-88694-024-1.
  3. Karl-Heinz Best: Spracherwerb, Sprachwandel und Wortschatzwachstum in Texten Zur Reichweite des Piotrowski-Gesetzes. In: Glottometrics 6, 2003, S. 9-34, Zitat S. 10.

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