orthotrop

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orthotrop (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
orthotrop
Alle weiteren Formen: Flexion:orthotrop

Worttrennung:

or·tho·trop, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˌoʁtoˈtʀoːp]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild orthotrop (Info)
Reime: -oːp

Bedeutungen:

[1] Stahlbau: in verschiedene Richtungen verschiedene Eigenschaften besitzend
[2] Botanik, von Pflanzen oder Pflanzenteilen oder der Samenanlage: auf Grund der Erdanziehungskraft senkrecht aufwärts- oder abwärtswachsend

Herkunft:

[1] Kurzwort aus orthogonal und anisotrop[1]
[2] „orthotrop“ als „gerade gerichtet“[2]

Oberbegriffe:

[1] anisotrop

Beispiele:

[1] Vor allem im Stahlbau und besonders im Brückenbau werden orthotrope Platten als Flächentragwerk verwendet.[3]
[2] „Man hatte bisher die Mikropyle und den Nabel des Samens nicht richtig unterschieden, ja zum Theil vermengt; Robert Brown zeigte, daß der Nabel der Anheftungsstelle der Samenknospe entspricht, während die Mikropyle ein von den Eihäuten gebildeter Kanal ist, welcher nach dem Scheitel des Knospenkernes hinführt; daß bei anatropen Samenknospen die Mikropyle neben dem Nabel, bei orthotropen aber ihm gegenüber liegt, daß ferner jederzeit der Embryo im Embryosack (Amnion) an derjenigen Stelle sich bildet, welche der Mikropyle zunächstliegt und daß die Wurzel des Embryos immer nach der Mikropyle hingerichtet ist, Thatsachen, welche ohne weiteres die allgemeine Regel feststellten, nach welcher die Lage des Embryos im Samen und in der Frucht zu beurtheilen ist.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein orthotroper Werkstoff (zum Beispiel CFK oder GFK)
[1] orthotrope Platten

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „orthotrop
[*] canoo.net „orthotrop
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, elektronische Ausgabe, Eintrag „orthotrop“ (Bedeutung 2)
[2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, elektronische Ausgabe, Eintrag „orthotrop“ (Bedeutung 1)
[2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden – Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. Dudenverlag, Mannheim 2005, ISBN 3-411-06448-X (10 Bände auf CD-ROM).
[2] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 8. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2006, ISBN 978-3-577-10241-4, DNB 974499498, Seite 1101

Quellen:

  1. nach: Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, elektronische Ausgabe, Eintrag „orthotrop“ (Bedeutung 2)
  2. nach: Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik - Morphologie, Anatomie, Taxonomie, Evolution. Die Termini in ihrem historischen Zusammenhang. 1. Auflage. Gustav Fischer, Jena/Stuttgart/Lübeck/Ulm 1996, ISBN 3-437-35180-X, Seite 323 f, Eintrag „Samenanlage“, dort „orthotrop“ im angegebenen Sinn nach: Richard, L.-C., 1808, Démonstrations botaniques, ou analyse du fruit considéré en générale. XII, Paris
  3. nach: Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, elektronische Ausgabe, Eintrag „orthotrop“ (Bedeutung 2)
  4. Sachs, Julius: Geschichte der Botanik. München, 1875; zitiert nach:Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „orthotrop