missgönnen

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missgönnen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich missgönne
du missgönnst
er, sie, es missgönnt
Präteritum ich missgönnte
Konjunktiv II ich missgönnte
Imperativ Singular missgönn!
missgönne!
Plural missgönnt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
missgönnt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:missgönnen

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

mißgönnen

Worttrennung:

miss·gön·nen, Präteritum: miss·gönn·te, Partizip II: miss·gönnt

Aussprache:

IPA: [mɪsˈɡœnən]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] jemandem etwas oder jemanden neidvoll absprechen

Herkunft:

  • strukturell:
Ableitung eines Präfixverbs zum Verb gönnen mit dem Präfix (Ableitungsmorphem) miss-
Das Verb ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] beneiden, neiden

Gegenwörter:

[1] gönnen, vergönnen

Beispiele:

[1] „Ein schönes Leben steht dir bevor, wegen der einen wirst du vielleicht mit den Knechten ein wenig kämpfen müssen, aber was die zweite betrifft, gibt es niemanden im Himmel und auf Erden, der sie dir mißgönnt.[2]
[1] „Kätta gehörte keineswegs zu den Frauen, die aus ungestilltem Lebenshunger der Tochter den Liebhaber mißgönnen, zumal dann, wenn dieser Mann den eigenen ohne weiteres in den Schatten stellt.“[3]
[1] „Er schien ihr jegliches Vergnügen zu missgönnen.[4]

Wortbildungen:

Missgunst

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „missgönnen
[*] canoo.net „missgönnen
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „missgönnen
[1] The Free Dictionary „missgönnen
[1] Duden online „missgönnen
[1] wissen.de – Wörterbuch „missgönnen
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „missgönnen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmissgönnen

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort »missgönnen«, 565.
  2. Franz Kafka; Max Brod (Herausgeber): Das Schloss. Roman. Kurt Wolff Verlag, München 1926, Seite 490 (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Seite:De_Kafka_Schloß_490.jpg“).
  3. Stefan Paul Andres: Der gefrorene Dionysos. Erzählung. Ulrich Riemerschmidt Verlag, Berlin 1942, Seite 163 (Zitiert nach Google Books).
  4. Katharina Adler: Ida. Roman. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, ISBN 978-3-498-00093-6, Seite 29.