beigen

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beigen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich beige
du beigst
er, sie, es beigt
Präteritum ich beigte
bieg
Konjunktiv II ich beigte
biege
Imperativ Singular beig!
beige!
Plural beigt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gebeigt
gebiegen
haben
Alle weiteren Formen: Flexion:beigen

Worttrennung:

bei·gen, Präteritum: beig·te, schweizerisch auch bieg, Partizip II: ge·beigt, schweizerisch auch ge·bie·gen

Aussprache:

IPA: [ˈbaɪ̯ɡn̩]
Hörbeispiele:
Reime: -aɪ̯ɡn̩

Bedeutungen:

[1] südwestdeutsch, Schweiz: (mehr oder weniger) ordentlich aufeinanderlegen, einen Stoß, Stapel bilden

Synonyme:

[1] schichten, schlichten, stapeln

Herkunft:

[1] Ableitung von mittelhochdeutsch bîge, althochdeutsch bîga, bîgoBeige, Stapel‘.[1]

Beispiele:

[1] Ich habe den Nachmittag damit verbracht, Brennholz zu beigen.
[1] „Die [Wurzel-]Stöcke waren schwer und ungebärdig […] vom zehnten an musste er den Steinblock ersteigen, um sie beigen zu können.“[2]
[1] „Die Kinder gehen nun in die Küche, wo ihnen das freundliche Personal die Goldgelben »Röstitätschli« und nach Wahl verschiedene Gemüse und Fleisch auf den Teller beigt.“[3]
[1] „Der schön gebeigte Ster Buchenspälten.“[4]
[1] „Samstagmorgenbeschäftigung erledigt. Holz gebiegen, jetzt kann der Winter kommen. Muss aber nicht.“[5]

Wortbildungen:

[1] aufbeigen, Beige

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Duden online „beigen
[1] Duden online „beigen
[1] Kurt Meyer: Schweizer Wörterbuch. So sagen wir in der Schweiz. Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2006, ISBN 978-3-7193-1382-1, Seite 81, Stichwort „beigen“.
[1] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X, Seite 95, Stichwort „beigen“.
[1] Hans Bickel, Christoph Landolt; Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache (Herausgeber): Duden, Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-411-70418-7, Seite 21, Stichwort „beigen“, und Seite 105 (Grammatik).
[1] Ernst Ochs (Bearbeiter); Friedrich Kluge, Alfred Götze, Ludwig Sütterlin, Friedrich Wilhelm, Ernst Ochs (Vorbereiter): Badisches Wörterbuch. Erster Band: A, B/P, D/T, E, Verlag von Moritz Schauenburg, Lahr (Schwarzwald) 1925–1942, DNB 36871618X, Seite 138, Stichwort „beigen“.
[1] Hermann Fischer, Wilhelm Pfleiderer: Schwäbisches Wörterbuch. In 6 Bänden. Laupp, Tübingen 1904–1936, DNB 560474512, Band 1, Seite 795, Stichwort „n“.
[1] Albert Bachmann [Leitung] et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 4. Band: M, N, B/P (Bu), Huber, Frauenfeld 1901, DNB 948902116 (Digitalisat), Spalte 1058, Stichwort „bīgen“.

Quellen:

  1. Albert Bachmann [Leitung] et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 4. Band: M, N, B/P (Bu), Huber, Frauenfeld 1901, DNB 948902116 (Digitalisat), Spalte 1056, Stichwort „Bīg“.
  2. Kurt Guggenheim: Riedland. Roman. Artemis, Zürich/Stuttgart 1958, 111; zitiert nach Kurt Meyer: Schweizer Wörterbuch (2006, 81).
  3. Brugg online, 2004; zitiert nach Variantenwörterbuch (2004, 98).
  4. Neue Zürcher Zeitung, 21./22. März 1987, Seite 51; zitiert nach Kurt Meyer: Schweizer Wörterbuch (2006, 81).
  5. Twitter, 28. November 2015 (Link).

Deklinierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

bei·gen

Aussprache:

IPA: [beːʒn̩], [bɛːʒn̩]
Hörbeispiele: —, —
Reime: -aɪ̯ɡn̩

Grammatische Merkmale:

  • Genitiv Singular Maskulinum der starken Flexion des Adjektivs beige
  • Akkusativ Singular Maskulinum der starken Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Neutrum der starken Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Plural der starken Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Maskulinum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Maskulinum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Akkusativ Singular Maskulinum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Femininum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Femininum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Neutrum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Neutrum der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Plural der schwachen Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Maskulinum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Maskulinum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Akkusativ Singular Maskulinum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Femininum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Femininum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Genitiv Singular Neutrum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Dativ Singular Neutrum der gemischten Flexion des Adjektivs beige
  • Plural der gemischten Flexion des Adjektivs beige
beigen ist eine flektierte Form von beige.
Die gesamte Deklination findest du auf der Seite Flexion:beige.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag beige.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: biegen, Gebein