anschreiben

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anschreiben (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich schreibe an
du schreibst an
er, sie, es schreibt an
Präteritum ich schrieb an
Konjunktiv II ich schriebe an
Imperativ Singular schreib an!
schreibe an!
Plural schreibt an!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
angeschrieben haben
Alle weiteren Formen: Flexion:anschreiben

Worttrennung:

an·schrei·ben, Präteritum: schrieb an, Partizip II: an·ge·schrie·ben

Aussprache:

IPA: [ˈanˌʃʁaɪ̯bn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild anschreiben (Info)

Bedeutungen:

[1] für alle lesbar auf eine Fläche (Tafel, Wand oder Ähnliches) schreiben
[2] übertragen: (eine geschuldete Geldsumme für eine spätere Bezahlung) aufschreiben, schriftlich festhalten
[3] an jemanden schreiben, sich mit einem Schreiben an jemanden wenden, jemanden schriftlich kontaktieren
[4] als Autor mit der Veröffentlichung von Texten ausdauernd gegen jemanden/etwas vorgehen, ankämpfen

Herkunft:

Derivation (Ableitung) des Verbs schreiben mit dem Präfix an-

Synonyme:

[2] aufschreiben

Beispiele:

[1] Das täglich wechselnde Menü wird immer sorgfältig auf einer kleinen Tafel angeschrieben.
[2] Wenn ich meinen Geldbeutel mal vergessen habe, schreibt der Wirt meines Stammlokals meine Bierchen eben an.
[2] Beim Skatspielen schreibt man normalerweise die Punkte an und am Ende wird abgerechnet, beim Schafkopfen wird jedes Spiel gleich bar bezahlt.
[3] Wenn du deine Versicherung telefonisch nicht erreichen kannst, musst du sie eben anschreiben.
[4] „Jede politische Entscheidung, die denen nicht passt, empfinden diese Menschen als diktatorische Zumutung. Und weil die Medien nicht in ihrem Sinne dagegen anschreiben, suchen sie sich ihren eigenen Echoraum, und das ist Facebook.“[1]

Redewendungen:

bei jemandem gut/schlecht angeschrieben sein

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] anschreiben lassen
[4] gegen etwas anschreiben

Wortbildungen:

Konversionen: angeschrieben, Anschreiben, anschreibend
Substantive: Anschreibebogen, Anschreiber, Anschreibung, Anschrift

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „anschreiben
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „anschreiben
[3] canoonet „anschreiben
[2, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalanschreiben
[1–3] The Free Dictionary „anschreiben
[1–4] Duden online „anschreiben
[1–3] wissen.de – Wörterbuch „anschreiben

Quellen:

  1. Katharina Riehl, Ralf Wiegand: „Ich helfe, wo ich kann“. In: sueddeutsche.de. 9. Oktober 2016, ISSN 0174-4917 (Interview mit Andreas Petzold, URL, abgerufen am 14. April 2019).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Anschiebern, anschrieben, scheinbaren