Wirtin

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Wirtin (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Wirtin die Wirtinnen
Genitiv der Wirtin der Wirtinnen
Dativ der Wirtin den Wirtinnen
Akkusativ die Wirtin die Wirtinnen

Worttrennung:

Wir·tin, Plural: Wir·tin·nen

Aussprache:

IPA: [ˈvɪʁtɪn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wirtin (Info)
Reime: -ɪʁtɪn

Bedeutungen:

[1] weibliche Person, die privat oder kommerziell Gäste bewirtet
[2] weibliche Person, die Wohnraum vermietet

Herkunft:

Ableitung (speziell Motion, Movierung) von Wirt mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -in

Männliche Wortformen:

[1, 2] Wirt

Unterbegriffe:

[1] Gastwirtin, Hüttenwirtin
[2] Hauswirtin, Zimmerwirtin

Beispiele:

[1] „Die Wirtin beschied mich recht.“[1]
[1] „Der Wirt sieht was und ruft die Wirtin, die sieht auch was.“[2]
[1] „Die Wirtin mußterte uns mißtrauisch.“[3]
[1] „Der Erste Offizier – ein Ausländer, wenngleich ich nie herausfand, aus welchem Land – wohnte in einem Haus, das von einer hübschen Wirtin geführt wurde.“[4]
[1] „Die Wirtin rechnete mir noch die Gebühren für ein Telegramm an, das ich abends nach Bonn an Monika Silvs aufgegeben, das Kostert zu bezahlen sich geweigert hatte.“[5]
[2] „Als seriös wird es jedem Untermieter angerechnet, wenn er seiner Wirtin mit Rat und Tat gegen die Nachbarin beisteht.“[6]

Wortbildungen:

Wirtinnenvers

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Wirtin
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wirtin
[*] The Free Dictionary „Wirtin
[1, 2] Duden online „Wirtin
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalWirtin

Quellen:

  1. Rudolf G. Binding: Moselfahrt aus Liebeskummer. Novelle einer Landschaft. Bertelsmann Lesering, ohne Ortsangabe, ohne Jahresangabe, Seite 37. Erstveröffentlichung 1932.
  2. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965, ISBN 3-423-00295-6, Seite 62. Erstveröffentlichung 1929.
  3. Janosch: Gastmahl auf Gomera. Roman. Goldmann Verlag, München 1997, ISBN 3-442-30662-0, Seite 51.
  4. James Fenimore Cooper: Ned oder Ein Leben vor dem Mast. 3. Auflage. mareverlag, Hamburg 2017 (übersetzt von Alexander Pechmann), ISBN 978-3-86648-190-9, Seite 68. Englisches Original 1843.
  5. Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns. Roman. Insel, Leipzig 1990, ISBN 3-7351-0161-5, Seite 14. Erstveröffentlichung 1963.
  6. Eugen Skasa-Weiß: So lacht Germania. Humor zwischen Isar und Elbe. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1971, Seite 58.