Schnitzer

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Schnitzer (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Schnitzer

die Schnitzer

Genitiv des Schnitzers

der Schnitzer

Dativ dem Schnitzer

den Schnitzern

Akkusativ den Schnitzer

die Schnitzer

[1] Schnitzer beim Herstellen einer Holzmaske

Worttrennung:
Schnit·zer, Plural: Schnit·zer

Aussprache:
IPA: [ˈʃnɪt͡sɐ]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪt͡sɐ

Bedeutungen:
[1] jemand, der schnitzt, im engeren Sinne: jemand, der das Schnitzen zum Beruf hat oder als Kunst betreibt
[2] Fehler, der aus Unachtsamkeit begangen wurde

Synonyme:
[2] Fauxpas, Patzer, Lapsus, Flüchtigkeitsfehler

Weibliche Wortformen:
[1] Schnitzerin

Oberbegriffe:
[2] Fehler

Unterbegriffe:
[1] Heiligenschnitzer, Herrgottsschnitzer, Holzschnitzer, Kunstschnitzer

Beispiele:
[1] Wären auch die zwei Geißlein gar nicht übel geschnitzt, so müßte doch Toni, um wirklich etwas Rechtes zu leisten und sein Brot damit zu verdienen, erst bei einem guten Schnitzer lernen.[1]
[2] Noch so einen Schnitzer darfst du dir aber nicht erlauben.
[2] Hochzuverehrender Herr Vetter! […] Verzeihen mir mein Schreiben; danke für gütige Erlaubnis, und daß orthografische Schnitzer darin, das kommt daher, weil mich mein Vater schon früh aus der Schul genommen, nämlich bei Herr Piler zu St. Petri und Pauli, kaum zehn Jahr alt, und mich zu sich in die Werkstatt getan […][2].
[2] „Nach und nach füllte sich die Stube, aber heute erklärte sie nicht, heute duldete sie Schnitzer, die sie sonst nie hätte durchgehen lassen.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Schnitzer
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schnitzer
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schnitzer
[2] canoonet „Schnitzer
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchnitzer

Quellen:

  1. Der Toni vom Kandergrund
  2. Zur Jugendgeschichte des Johannes von der Ostsee
  3. Katharina Adler: Ida. Roman. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, ISBN 978-3-498-00093-6, Seite 378.