Saumpfad

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Saumpfad (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Saumpfad

die Saumpfade

Genitiv des Saumpfades
des Saumpfads

der Saumpfade

Dativ dem Saumpfad
dem Saumpfade

den Saumpfaden

Akkusativ den Saumpfad

die Saumpfade

[1] alter Saumpfad über den Grünenbergpass

Worttrennung:

Saum·pfad, Plural: Saum·pfa·de

Aussprache:

IPA: [ˈzaʊ̯mˌp͡faːt]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] schmaler, für Lasttiere begehbarer Weg im Gebirge

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Substantiv Saum, in der veralteten Bedeutung „Last[1], und dem Substantiv Pfad

Synonyme:

[1] Saumweg

Gegenwörter:

[1] Gebirgsstraße, Passstraße/Pass-Straße, Trimm-dich-Pfad

Oberbegriffe:

[1] Weg

Unterbegriffe:

[1] Kalderimi

Beispiele:

[1] Der Versuch des Menschen, die Berge zu überwinden, hat eine lange Geschichte. Es gibt uralte, nur zu Fuß erreichbare Saumpfade.[2]
[1] Die Wanderung entlang des Archaikwegs stellt uns einen ur- und frühgeschichtlichen Saumpfad vor, der das Etschtal mit dem Veltlin verband und damit einen Zusammenschluss des südlichen Alpenvorlandes mit dem inneralpinen Raum herstellte.[3]
[1] Das Tal liegt bereits tief unter uns, und bald haben wir entlang des Saumpfades das rätoromanische Dorf Stilfs erreicht (1311 m).[3]
[1] Auf dem einst bedeutenden Saumpfad wurde ab dem 15. Jh. das Salz aus Hall in Tirol, als wertvollstes Handelsgut des Landesfürsten, vom Lechtal kommend ins Große Walsertal und den Bregenzerwald gebracht.[4]
[1] Von Steinach über Vinaders führte ein Saumpfad zum Brenner.[5]
[1] Die alte Magistrale ist nur ein Saumpfad auf einem von dichtem Grün bewachsenen Erdwall.[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] gepflasterter, steiniger Saumpfad

Wortfamilie:

Säumer, Saumtier

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Saumpfad
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Saumpfad
[*] canoonet „Saumpfad
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Saumpfad
[1] Duden online „Saumpfad

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1439, Eintrag „Saumpfad“.
  2. Alpenstraßen: Schlangen in den Alpen. In: Zeit Online. 25. Juli 2015, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 11. September 2017).
  3. 3,0 3,1 Peter Mertz: Ein uralter Saumpfad durch die Zentralalpen. planetoutdoor.de, 11. September 2017, abgerufen am 11. September 2017.
  4. Wo das Weiße Gold gesäumt wurde. www.tannberg.info, abgerufen am 11. September 2017.
  5. Christiane Oberthanner: Brennerpass. Universität Innsbruck, abgerufen am 11. September 2017.
  6. Christof Siemes: William Shakespeare: Wo ein William ist, ist auch ein Weg. In: Zeit Online. Nummer 17/2016, 28. April 2016, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 11. September 2017).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schaumbad
Anagramme: ausdampf