Sammelsurium

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sammelsurium (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Sammelsurium die Sammelsurien
Genitiv des Sammelsuriums der Sammelsurien
Dativ dem Sammelsurium den Sammelsurien
Akkusativ das Sammelsurium die Sammelsurien

Worttrennung:

Sam·mel·su·ri·um, Plural: Sam·mel·su·ri·en

Aussprache:

IPA: [zaməlˈzuːʀi̯ʊm]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Sammelsurium (Info)
Reime: -uːʀi̯ʊm

Bedeutungen:

[1] ungeordnetes Durcheinander, unsystematische Sammlung

Herkunft:

Im 17. Jahrhundert entstandene scherzhafte Bildung der Studentensprache zu niederdeutsch Sammelsūr → ndssauer zubereitetes Gericht aus allerlei Speiseresten, wenig schmackhaftes Gemüse verschiedener Art“, das ein Kompositum aus dem Verb sammeln und niederdeutsch sūr → ndssauer“ ist[1]

Oberbegriffe:

[1] Ansammlung

Beispiele:

[1] In der Zigarrenkiste verbarg sich ein buntes Sammelsurium von alten Münzen, Orden und Medaillen.
[1] „Im Grunde stellten »Rotwelsch«, »kochemer Loschen« oder »Plattenkohl«, wie man sie je nach Gegend nannte, ein Sammelsurium verschiedener Sprachen dar.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sammelsurium
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Sammelsurium“.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sammelsurium
[1] canoo.net „Sammelsurium
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSammelsurium
[1] The Free Dictionary „Sammelsurium

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Sammelsurium“.
  2. Stefan Fröhling, Andreas Reuß: Der Spessart - Räuber, Glas und Armut. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 3, 1993, Seite 25-32, Zitat Seite 30.