Pleitegeier

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Pleitegeier (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Pleitegeier

die Pleitegeier

Genitiv des Pleitegeiers

der Pleitegeier

Dativ dem Pleitegeier

den Pleitegeiern

Akkusativ den Pleitegeier

die Pleitegeier

Worttrennung:

Plei·te·gei·er, Plural: Plei·te·gei·er

Aussprache:

IPA: [ˈplaɪ̯təˌɡaɪ̯ɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pleitegeier (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: Geier (als Versinnbildlichung einer Pleite)

Herkunft:

Durch die Umdeutung des westjiddischen Ausdrucks פּלטהגײער‎ (YIVO: pleytegeyer)  ‚Pleite-Geher, Bankrotteur‘ war das Wort zunächst unter anderem eine scherzhafte Bezeichnung für den Kuckuck des Gerichtsvollziehers.[1][2] Das westjiddische Wort ist ein Kompositum, das aus den Substantiven פּלטה‎ (YIVO: pleyte)  (siehe Pleite) und גײער‎ (YIVO: geyer)  ‚Geher‘ zusammengesetzt ist.

Oberbegriffe:

[1] Symbol, Versinnbildlichung

Beispiele:

[1] Seit dem Flop des neuen Modells schwebt der Pleitegeier über der Firma.
[1] „Möglicher Staatsbankrott, überschuldete Bundesländer, konkursreife Gemeinde: Der Pleitegeier kreist über den öffentlichen Gebietskörperschaften.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1294
[1] Wikipedia-Artikel „Pleitegeier
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pleitegeier
[1] canoonet „Pleitegeier
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPleitegeier

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1294
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 unter dem Lemma »Pleite«, Seite 708
  3. Trieben: Eine Gemeinde versinkt im Schuldenloch. Abgerufen am 15. Mai 2018.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Aasgeier