NGO

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NGO (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f, Abkürzung[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die NGO die NGOs
Genitiv der NGO der NGOs
Dativ der NGO den NGOs
Akkusativ die NGO die NGOs

Worttrennung:

NGO, Plural: NGOs

Aussprache:

IPA: [ˌɛnʤiˈʔoʊ][1], [ˌenʤiːˈʔoʊ][2], [ˌɛndʃiːˈʔoʊ][3]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild NGO (Info), —, —

Bedeutungen:

[1] in den unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen Bereichen tätige regierungsunabhängige Organisation

Herkunft:

Entlehnung aus gleichbedeutendem Englisch, in dem die Abkürzung (Initialkurzwort) für Non-Governmental Organisation → en/Non-Governmental Organization → en steht.[4][5][3][6][7]

Synonyme:

[1] Nichtregierungsorganisation, nichtstaatliche Organisation, NRO

Gegenwörter:

[1] IGO

Oberbegriffe:

[1] Organisation

Unterbegriffe:

[1] BINGO, INGO, NGOCD, NGO-EC, NGOMESA

Beispiele:

[1] „‚In jedem demokratischen Staat gibt es Organisationen der Zivilgesellschaft (NGO), die mit der Regierung zusammenarbeiten, sie aber auch kritisieren, wo es notwendig ist‘, sagte Tjombe. Gurirab hielt fest, dass ‚NGOs gebraucht werden, genau wie die Medien, auch wenn beide manchmal recht anstrengend sind‘.“[8]
[1] „Und sollte sich auch das als unmöglich erweisen, kann man immer noch versuchen, ein nichtstaatliches, von NGOs getragenes Tribunal zu veranstalten, dass eine zumindest symbolische rechtliche Autorität beanspruchen kann.“[9]
[1] „Dass Hilfskonvois angegriffen, Hilfsgüter konfisziert, Mitarbeiter von NGOs entführt oder getötet, Krankenhäuser und Versorgungseinrichtungen überfallen und zerstört werden, kennt man von repressiven Regimen oder gewaltbereiten Milizen, die Hilfe für die Zivilbevölkerung häufig als Parteinahme für den Feind interpretieren. […] Und im April 2010 folgte ein Gesetzentwurf, nach dem alle NGOs, die im Ausland Prozesse gegen Vertreter der israelischen Regierung oder des Militärs anstrengen, verboten werden sollen.“[10]
[1] „Im Westjordanland existieren derzeit nach Angaben der israelischen NGO Peace Now über 100 Außenposten mit insgesamt mehr als 5.000 Bewohnern.“[11]
[1] „Am ersten Weltsozialforum im arabischen Raum vernetzten sich neben den üblichen NGOs und Basisbewegungen auch viele VertreterInnen der Arabellion.“[12]
[1] „Es hat systematische Versuche gegeben, die Kritik an israelischer Politik zum Schweigen zu bringen und Stimmen in Hochschulen, Medien und NGOs, die mit der Politik Israels nicht einverstanden sind, zu delegitimieren.“[13]
[1] „»Wenn der Massenexodus aus Eritrea anhält, lebt bald die ganze Bevölkerung im Ausland oder in Flüchtlingslagern«, sagt eine Mitarbeiterin einer NGO in Kairo. […] Nachdem sie ihren Peinigern entkommen waren und den ägyptischen Grenzzaun überwunden hatten, wurde den rund 20 Menschen die Einreise verweigert; Israels Armee versorgte sie nach Berichten von NGOs nur mit einem Minimum an Wasser und Nahrung. […] Bis zu 7.000 Überlebende der Folterkammern halten sich zur Zeit in Israel auf, schätzt Shahar Shoham von der israelischen NGO »Physicians for Human Rights«.“[14]
[1] „Bereits zum zweiten Mal findet jetzt die jährliche Messe mit Symposium für Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) in Windhoek statt.“[15]
[1] „Insgesamt 43 Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen (NGO) sind in Kairo zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. […] Das Gericht verfügte zudem die Schliessung von fünf ausländischen NGO; dazu zählt auch die Konrad-Adenauer-Stiftung.“[16]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Michael Peschke: Comprehensive Dictionary of Acronyms and Abbreviations of Institutions and Organizations / Großes Wörterbuch der Akronyme und Abkürzungen von Institutionen und Organisationen. Volume 5: MS - PCZ, K. G. Saur, München 2001, ISBN 3-598-24155-0, Seite 145 (Google Books).
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1208.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 932.
[1] Duden online „NGO
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „NGO“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „NGO
[1] Wikipedia-Artikel „NGO
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „NGO
[*] The Free Dictionary „NGO
[*] canoo.net „NGO
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonNGO
[1] abkuerzungen.de „NGO

Quellen:

  1. Nach Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 932.
  2. Nach Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1208.
  3. 3,0 3,1 Duden online „NGO
  4. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1208.
  5. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 932.
  6. Wahrig Fremdwörterlexikon „NGO“ auf wissen.de
  7. wissen.de – Lexikon „NGO
  8. Bei Problemen mehr kooperieren. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 23. August 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  9. Richard Falk: Kriegsverbrechen in Gaza. Die beschränkten Möglichkeiten das Völkerrecht durchzusetzen. In: Le Monde diplomatique Online. Deutschsprachige Ausgabe. Nummer 8834, 13. März 2009 (übersetzt von Niels Kadritzke), ISSN 1434-2561 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  10. Thomas Keenan, Eyal Weizman: Die dritte Bedrohung Israels. Die Angst der Regierung Netanjahu vor zivilen Protesten. In: Le Monde diplomatique Online. Deutschsprachige Ausgabe. Nummer 9234, 9. Juli 2010 (übersetzt von Edgar Peinelt), ISSN 1434-2561 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  11. Ingrid Ross, Alexander Rüsche: Israel legalisiert Besatzung: Wild-Westbank. In: zenith – Zeitschrift für den Orient. Onlineausgabe. 13. Juli 2012, ISSN 1439-9660 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  12. Michael Spahr: Weltsozialforum 2013 in Tunis: Vernetzung mit beschränkter Wirkung. In: WOZ Online. Nummer 14/2013, 4. April 2013 (Subhead, URL, abgerufen am 3. August 2013).
  13. Daniel Bar-Tal: Ein Aufruf aus Israel an Juden in aller Welt. Wenn ihr euch Sorgen um Israel macht, dann solltet ihr nicht länger schweigen!. In: Jüdische Zeitung. Unabhängige Monatszeitung für zeitgenössisches Judentum. Nummer 5 (87)/2013, Mai 2013, ISSN 1861-4442, Seite 4.
  14. Annette Groth, Sofian Philip Naceur: Flüchtlinge auf dem Sinai: Traumstrände und Folterkammern. In: zenith – Zeitschrift für den Orient. Onlineausgabe. 16. Mai 2013, ISSN 1439-9660 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  15. Zivilgesellschaft will Brücken bauen und stärken. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 31. Mai 2013, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 3. August 2013).
  16. Astrid Frefel: Repression in Ägypten: Gefängnis für NGO-Mitarbeiter. In: NZZOnline. 4. Juni 2013, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 3. August 2013).

Abkürzung[Bearbeiten]

Aussprache:

IPA: [ˌɛnɡeˈʔo]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Neugestaltete Gymnasiale Oberstufe
[2] Niedersächsische Gemeindeordnung

Beispiele:

[1] „Die ‚Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II‘ wurde von der ‚Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder‘ (KMK) 1972 beschlossen: Nach einer Phase von Schulversuchen - die herkömmliche gymnasiale Oberstufe (HGO) und die neugestaltete gymnasiale Oberstufe (NGO) liefen in diesem Zeitraum parallel - wurde diese Reform ab dem Schuljahr 1976/77 verbindlich.“[1]
[2] „Die Niedersächsische Gemeindeordnung (NGO) sieht seit der Ablösung der norddeutschen Ratsverfassung 1996 vorbehaltlich der Regelungen einer Übergangszeit für die Kommunen das Modell der süddeutschen Ratsverfassung mit der Abweichung vor, daß der/die BürgermeisterIn nicht automatisch Vorsitzende/r des Rates ist, sondern diese/r vom Rat gewählt wird.“[2]
[2] „Durch das Gesetz zur Änderung des kommunalen Unternehmensrechts vom 27.01.20032 wurden die §§ 113a bis 113g in die Niedersächsische Gemeindeordnung (NGO) eingefügt und den Gemeinden damit die Möglichkeit eröffnet, Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts neu zu errichten oder einen bereits bestehenden Eigenbetrieb in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umzuwandeln.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Michael Peschke: Comprehensive Dictionary of Acronyms and Abbreviations of Institutions and Organizations / Großes Wörterbuch der Akronyme und Abkürzungen von Institutionen und Organisationen. Volume 5: MS - PCZ, K. G. Saur, München 2001, ISBN 3-598-24155-0, Seite 145 (Google Books).
[2] Wikipedia-Artikel „NGO
[2] abkuerzungen.de „NGO

Quellen:

  1. Axel Lämpert: Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 - Die Beschlüsse und die Konsequenzen für den Schulalltag. Hausarbeit. 1. Auflage. GRIN Verlag/Books on Demand, Norderstedt 2003, ISBN 978-3-638-78801-4, Seite 1 (Zitiert nach Google Books).
  2. Rolf Prigge, Martin Prange, Monika Zapatka: Gemeinden in der Großstadt. Demokratie und Verwaltung in den siebzehn größten Städten Deutschlands. Eine Untersuchung des Projektbereichs „Strukturwandel des öffentlichen Sektors“ der Universität Bremen, Kooperationsbereich Universität/Arbeiterkammer (KUA). Kellner, Bremen/Boston 2001, ISBN 3-927155-75-6, Seite 103 (Zitiert nach Google Books).
  3. Jürgen Isernhagen: Die Kommunale Anstalt als Rechtsform der Abwasserbeseitigung im Vergleich zu Regiebetrieb, Eigenbetrieb und GmbH. Diplomarbeit. 1. Auflage. GRIN Verlag/Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 978-3-638-91972-2, Seite 1 (Zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter:

NGos, NGou, NPO