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Muße

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Dieser Eintrag war in der 48. Woche
des Jahres 2025 das Wort der Woche.
Singular Plural
Nominativ die Muße
Genitiv der Muße
Dativ der Muße
Akkusativ die Muße

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: Musse

Worttrennung:

Mu·ße, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈmuːsə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Muße (Info)
Reime: -uːsə

Bedeutungen:

[1] arbeitsfreie Zeit für Erholung, Entspannung

Herkunft:

mittelhochdeutsch muoze, althochdeutsch muoza, belegt seit dem 9. Jahrhundert, als Wortteil in muozom „allmählich“ bereits im 8. Jahrhundert; etymologisch verwandt: altsächsisch mōta[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Ruhepause, Müßiggang, Nichtstun

Beispiele:

[1] Der Alltag lässt uns oft wenig Muße.
[1] Wir sollten uns mehr Muße gönnen.
[1] „Die Muße verliert, wie alle guten Dinge dieser Welt, sogleich den Reiz, wenn sie uns aufgenötigt wird.“[2]
[1] „Weil Simen Tjing nicht zu Hause war, hatten alle Frauen Muße und lustwandelten nun, um die Frühlingsmattigkeit zu verscheuchen.“[3]

Wortbildungen:

Mußestunde, müßig, Mußezeit

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Muße
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Muße
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Muße
[1] The Free Dictionary „Muße
[1] Duden online „Muße
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMuße

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Muße“, Seite 639.
  2. Ernst Jünger: Afrikanische Spiele. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-96061-7, Seite 158. Erstausgabe 1936.
  3. Djin Ping Meh. Schlehenblüten in goldener Vase. Band 2, Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main 1987 (übersetzt von Otto und Artur Kibat), ISBN 3-549-06673-2, Seite 53. Chinesisches Original 1755.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Muse