Klartraum

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Klartraum (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Klartraum

die Klarträume

Genitiv des Klartraumes
des Klartraums

der Klarträume

Dativ dem Klartraum
dem Klartraume

den Klarträumen

Akkusativ den Klartraum

die Klarträume

Worttrennung:
Klar·traum, Plural: Klar·träu·me

Aussprache:
IPA: [ˈklaːɐ̯ˌtʁaʊ̯m]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] fachsprachlich (Neurowissenschaften): Traum, bei dem die träumende Person weiß, dass sie träumt und den Traum steuern kann

Herkunft:
Determinativkompositum des Adjektivs klar und des Substantivs Traum

Synonyme:
[1] luzider Traum

Gegenwörter:
[1] nichtluzider Traum

Oberbegriffe:
[1] Traum

Unterbegriffe:
[1] präluzider Traum

Beispiele:
[1] „Bislang weiß man nur wenig über Klarträume.[1]
[1] „Und siehe da: ‚In Klarträumen erwacht der präfrontale Cortex‘, sagt Voss, ‚sonst sind die Aktivitätsmuster ziemlich die gleichen wie in normalen REM-Träumen.‘“[2]
[1] „Eine britische Studie zeigt nun, dass Personen, die regelmässig Klarträume erleben, in Realität besser Probleme lösen können als gewöhnliche Träumer («Dreaming», Bd. 24, S. 152).“[3]
[1] „Darüber hinaus gebe es Berichte von Sportlern, die mithilfe des Klartraums ihre Bewegungsabläufe übten und sich dadurch steigern konnten, sagt Schädlich.“[4]
[1] „Im Klartraum befinden wir uns in der REM-Phase (Rapid Eye Movement, ein Schlafstadium, das durch schnelle Augenbewegung gekennzeichnet ist), schlafen tief und fest, doch ein Teil unseres Gehirns wird während des Traums reaktiviert, sodass wir das Traumgeschehen mit allen Sinnen erleben.“[5]
[1] „Wissenschaftler nennen diese Art von nächtlichen Erlebnissen ‚luzide Träume‘ oder auch ‚Klarträume‘. Die meisten Menschen, die diese Kunst beherrschen, erleben nicht mehr als ein paar Mal im Jahr einen Klartraum, doch einige wenige geübte Klarträumer haben fast jede Nacht einen bewussten Traum.“[6]
[1] „Während eines Klartraumes ist es möglich, sich aus einer anderen Perspektive zu sehen oder alles in Zeitlupe zu erleben.“[7]

Wortbildungen:
Substantive: Klarträumer, Klartraumforscher, Klartraumforschung
Verben: klarträumen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Klartraum
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klartraum
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Klartraum
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKlartraum
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Klartraum

Quellen:

  1. Jens Uehlecke: Träumen: Erfolgreich im Schlaf. Wer weiß, dass er träumt, kann über Nacht kreativer und sportlicher werden und sogar seine Albträume besiegen. In: Zeit Online. 5. November 2007, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 19. Juni 2016).
  2. Tobias Hürter: Traumforschung: Gehirn im Alleingang. In: Zeit Online. Nummer 13, 25. März 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 19. Juni 2016).
  3. Neues aus der Wissenschaft. In: NZZ am Sonntag. 17. August 2014, Seite 55.
  4. Sophia Münder: Besuch bei einer Traumforscherin: Sich ans Ziel träumen. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. Oktober 2014, ISSN 0376-6829, Seite 52 (Onlinearchiv, abgerufen am 19. Juni 2016).
  5. Charlie Morley: Klarträumen für Anfänger. Gestalte deine Träume - gestalte dein Leben. Kösel-Verlag, München 2015 (Originaltitel: Lucid Dreaming. A Beginner’s Guide to Becoming Conscious in Your Dreams, übersetzt von Ursula Bischoff), ISBN 978-3-641-16688-5, Seite ‹ohne Seitenangabe› (E-Book; zitiert nach Google Books).
  6. Wer seine Träume steuert, steuert auch sein Denken. In: Psychologie Heute. 23. Januar 2015, ISSN 0340-1677 (URL, abgerufen am 19. Juni 2016).
  7. Im Schlaf zur Goldmedaille. In: Tagesanzeiger. 6. Februar 2015, Seite 34.