Irrenhaus

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Irrenhaus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Irrenhaus die Irrenhäuser
Genitiv des Irrenhauses der Irrenhäuser
Dativ dem Irrenhaus
dem Irrenhause
den Irrenhäusern
Akkusativ das Irrenhaus die Irrenhäuser

Worttrennung:

Ir·ren·haus, Plural: Ir·ren·häu·ser

Aussprache:

IPA: [ˈɪʁənˌhaʊ̯s]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Irrenhaus (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich, abwertend, sonst veraltet: psychiatrische Klinik

Herkunft:

Das Wort ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.[1]
Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Irrer, Fugenelement -en und Haus

Synonyme:

[1] Nervenheilanstalt, Nervenklinik; ebenfalls abwertend, umgangssprachlich: Irrenanstalt, Klapsmühle, Klapse; historisch: Tollhaus; siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Psychiatrische Anstalt

Beispiele:

[1] Nach ihrem Nervenzusammenbruch landete unsere Ur-ur-Oma 1884 im Irrenhaus.
[1] „Das literarische Projekt, von der Welt als einem Irrenhaus zu erzählen, ist durchaus nicht neu.“[2]
[1] „Pinel erkannte, dass Krankheitssymptome auch sekundär entstehen können, nämlich als Reaktion auf inhumane Verhältnisse im Irrenhaus.[3]
[1] „Es schellt und rummelt am Tor eines österreichischen Irrenhauses.[4]

Redewendungen:

[1] hier geht es zu wie in einem Irrenhaus

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ins Irrenhaus kommen, das ist ja das reinste Irrenhaus!

Wortbildungen:

irrenhausreif

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Irrenhaus
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Irrenhaus
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Irrenhaus
[1] The Free Dictionary „Irrenhaus
[1] Duden online „Irrenhaus
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalIrrenhaus

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Irrenhaus
  2. Helmut Göbel: Elias Canetti. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-50585-1, Seite 69.
  3. Heinz Schott/Rainer Tölle: Geschichte der Psychiatrie. Krankheitslehren, Irrwege, Behandlungsformen. C. H. Beck-Verlag, München 2006, ISBN 978-3-406-53555-0, Seite 60
  4. Eugen Skasa-Weiß: So lacht Germania. Humor zwischen Isar und Elbe. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1971, Seite 119.