𒅴𒂠

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Anmerkung zur Keilschrift:

Nur Platzhalter zu sehen? →Keilschriftfonts zum Download. Umschrift: Die Akzente und Nummern der Transliteration (Umschrift nach den Regeln der DMG) dienen der Unterscheidung gleicher Lesungen bei unterschiedlichen Keilschriftzeichen, nicht der Aussprachebezeichnung.

𒅴𒂠 (šumeru) (Akkadisch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Umschrift:

EME.GIR15 (Logogramm)

Bedeutungen:

[1] SpracheMesopotamien: die sumerische Sprache

Beispiele:

[1] „aštassi kammu naklu ša EME.GIR15 ṣullulu akkadû ana šutēšuri ašṭu“[1]
Ich lese die/eine kunstvolle Keilschrift-Tafel, deren Sumerisch schwer zugänglich ist, und Akkadisch, das schwierig zu erschließen ist.
(Kommentar:) aštassi von šasû, ‚ausrufen‘→‚laut lesen‘; ša leitet Relativsatz zu kammu=Tafel ein: wörtlich: ‚das Sumerisch ist bedeckt‘. Selbstzeugnis des assyrischen Königs Assurbanipal

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag 𒋗𒈨𒊒.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.


Quellen:

  1. zitiert aus: The Oriental Institute, Chicago (Herausgeber): The Assyrian Dictionary of the Oriental Institute of the University of Chicago. Volume 17, Š, part 3, J. J. Augustin, Glückstadt, Chicago, Illinois 1992, ISBN 0-918986-79-6 (Oriental Institute: The Assyrian Dictionary of the Oriental Institute (CAD)), Seite 273

𒅴𒂠 (emeĝi(r)) (Sumerisch)[Bearbeiten]

Substantiv, Sachklasse[Bearbeiten]

Alternative Schreibweisen:

𒅴𒄀 (eme-gi)

Umschrift:

Transliteration: eme-ĝir15 / eme-gi7

Bedeutungen:

[1] SpracheMesopotamien: die sumerische Sprache

Herkunft:

𒅴 (eme) ‚Zunge‘, ‚Sprache‘ mit einem Adjektiv 𒂠. Die hypothetische wörtliche Übersetzung ‚noble, edle Sprache‘ leitet sich von Zusammensetzungen wie 𒌉𒂠 (dumu ĝir15), 𒌨𒂠 (ur ĝir15) ‚Edler‘ (noble man) ab.[1]

Gegenwörter:

[1] 𒅴𒌵 (eme-uri) ‚Akkadisch

Unterbegriffe:

[1] 𒅴𒊩 (eme-sal) ‚Frau(?)-Sprache‘ in der Kultlyrik

Beispiele:

[1] „𒁾𒊬𒅴𒂠𒉡𒈬𒌦𒍪𒀀𒀀𒈾𒀀𒀭𒉆𒁾𒊬𒊏𒉌“
„dub-sar eme-gir15 nu-mu-un-zu-a a-na-àm nam-dub-sar-ra-ni“[2]
Ein Schreiber, der kein Sumerisch kennt – was ist seine Schreiberschaft?

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] The Pennsylvania Sumerian Dictionary: emeĝir[SUMERIAN]
[1] Oliver Kalkbrenner: Sumerisch Vokabeln. E. In: Der Alte Orient. Abgerufen am 12. Januar 2018. „eme-gi7
[1] J. S. Cooper: Sumer, Sumerisch. In: Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. 13. Band. Spinnen. A – Tiergarten, de Gruyter, Berlin 2011–2013, ISBN 978-3-11-030715-3, Seite 290–294, DNB 1014559758

Quellen:

  1. J. S. Cooper: Sumer, Sumerisch. In: Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. 13. Band. Spinnen. A – Tiergarten, de Gruyter, Berlin 2011-2013, ISBN 978-3-11-030715-3, Seite 294, DNB 1014559758
  2. ETCSLglossing : Proverbs: collection 2 + 6 (c.6.1.02), line c6102.A.2.47.80. In: The Electronic Text Corpus of Sumerian Literature. University of Oxford, 10. September 2006, abgerufen am 11. Januar 2018 (Englisch).