reziprok

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reziprok (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
reziprok
Alle weiteren Formen: reziprok (Deklination)

Worttrennung:

re·zi·p·rok, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ʀeʦiˈpʀoːk]
Hörbeispiele: —
Reime: -oːk

Bedeutungen:

[1] fachsprachlich: wechselseitig, in Wechselbeziehung stehend, gegenseitig

Abkürzungen:

[1] rzp.

Herkunft:

Im 16. Jahrhundert aus lateinisch reciprocus „auf demselben Weg zurückkehrend“ entlehnt, vermutlich über gleichbedeutend französisch réciproque → fr.[1]

Synonyme:

[1] abwechselnd, gegenseitig, umschichtig, wechselseitig, wechselweise

Beispiele:

[1] „Für „normale“ Verben – sodenn sie beide Genera Verbi ausbilden – gilt jedoch wie im Deutschen, dass das grammatische Aktiv immer die aktive Diathese ausdrückt. Ihr grammatisches Passiv hingegen ist nicht immer der passiven Diathese zuzuordnen, sondern häufig der reflexiven oder reziproken.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein reziproker Bruch/Wert, eine reziproke Funktion, reziproke Verhältnisse/Zahlen, ein reziprokes Verb

Wortbildungen:

Reziprokpronomen, Reziprokverb, Reziprokwert, Reziprozität

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „reziprok
[1] canoo.net „reziprok
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonreziprok
[1] The Free Dictionary „reziprok
[1] Duden online „reziprok

Quellen:

  1. Günther Drosdowski (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1989, ISBN 3-411-20907-0, Seite 592
  2. Wikipedia-Artikel „Diathese (Linguistik)“ (Stabilversion)