mittel

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[Bearbeiten] mittel (Deutsch)

[Bearbeiten] Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
mittel mittlere mittelste
Alle weiteren Formen: mittel (Deklination)

Anmerkung:

Das Adjektiv „mittel“ wird nur noch selten im aktuellen Neuhochdeutschen verwendet. Lediglich im Frühneuhochdeutschen ist es gebräuchlich. Als Positiv ist es vorwiegend in Komposita erhalten. (z.B.: Mittelalter, Mittelplatonismus, Mittelpunkt, mitteldeutsch). Der Komparativ „mittlerer / mittlere“ und der Superlativ „mittelster / mittelste“ finden sich noch häufiger in der deutschen Gegenwartssprache.[1]

Worttrennung:

mit·tel, Komparativ: mit·tle·rer, Superlativ: mit·tel·ste

Aussprache:

IPA: [ˈmɪtl̩], Komparativ: [ˈmɪtləʀɐ], Superlativ: [ˈmɪtl̩stə]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:

Bedeutungen:

[1] selten im Neuhochdeutschen: in der Mitte befindlich[2]
[2] umgangssprachlich: mäßig, nicht besonders gut und nicht besonders schlecht, durchschnittlich

Herkunft:

Mittelhochdeutsch: „mittel“, althochdeutsch: „mittil“ zu „mitti“ (die Mitte)[3]

Beispiele:

[2] Wie ist die Klassenarbeit gelaufen? Na ja, so mittel!

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Frühneuhochdeutsch: in mitteler Nacht, in mitteler Zeit[4]
[1] Neuhochdeutsch: zum mittlen (Segel-)Tau (Goethe)[4]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 879, Artikel „mittel“
[2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Hrsg.): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 27: Deutsches Wörterbuch II, GLUC–REG, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1127-8, DNB 943161878, Seite 2280, Eintrag „mittel“
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „mittel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „mittel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmittel
[1] Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart „mittel
[2] canoo.net „mittel

Quellen:

  1. nach Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 879, Artikel „mittel“
  3. nach: Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Hrsg.): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 27: Deutsches Wörterbuch II, GLUC–REG, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1127-8, DNB 943161878, Seite 2280, Eintrag „mittel“
  4. 4,0 4,1 Beispiel aus Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9

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