Ursprache

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[Bearbeiten] Ursprache (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ die Ursprache die Ursprachen
Genitiv der Ursprache der Ursprachen
Dativ der Ursprache den Ursprachen
Akkusativ die Ursprache die Ursprachen

Worttrennung:

Ur·spra·che, Plural: Ur·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ˈuːɐ̯ˌʃpʀaːχə], Plural: [ˈuːɐ̯ˌʃpʀaːχn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: die – meist nicht schriftlich überlieferte, sondern durch Rekonstruktion erschlossene – Sprache, aus der heraus sich im Lauf der Zeit Tochtersprachen entwickelt haben, die zusammen mit der Ursprache eine Sprachfamilie bilden
[2] Linguistik: Originalsprache eines Textes

Herkunft:

[1] Ableitung zu Sprache mit dem Präfix ur-

Synonyme:

[1] Grundsprache, Protosprache
[2] Originalsprache

Gegenwörter:

[1] Tochtersprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] Für die romanischen Sprachen ist Latein eine Ursprache.
[1] Urgermanisch ist eine nicht belegte, sondern nur rekonstruierte Ursprache der germanischen Sprachen.
[1] „Die von den Russen angewandte Methode beruht auf der Rekonstruktion der »Protosprache« jeder Familie, das heißt der hypothetischen Ursprache, von der die verschiedenen modernen Sprachen abstammen (...).“[1]
[1] „Bereits für die ältere Linguistik stand fest, daß Sprachen dann auf eine gemeinsame Ursprache zurückzuführen seien, wenn sie die genannten regelmäßigen Lautentsprechungen in lexikalischen und grammatischen Elementen erkennen ließen.“[2]
[1] „Diese indogermanische Ursprache ist eine wissenschaftliche Konstruktion; geschichtlich bezeugt oder schriftlich überliefert ist sie nicht.“[3]
[2] Die Ursprache der Bibel ist nicht Deutsch.

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Ursprache
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ursprache
[*] canoo.net „Ursprache
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonUrsprache

Quellen:

  1. Luca und Francesco Cavalli-Sforza: Verschieden und doch gleich. Ein Genetiker entzieht dem Rassismus die Grundlage. Droemer Knaur, München 1994, S. 283. ISBN 3-426-26804-3.
  2. Norbert Boretzky: Einführung in die historische Linguistik. Rowohlt, Reinbek 1977, S. 21. ISBN 3-499-21108-4.
  3. Alfred Schirmer: Deutsche Wortkunde. Kulturgeschichte des Deutschen Wortschatzes. Sechste verbesserte und erweiterte Auflage von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin 1969, S. 41.

Ähnliche Wörter:

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