Parataxe

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[Bearbeiten] Parataxe (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, f

Kasus Singular Plural
Nominativ die Parataxe die Parataxen
Genitiv der Parataxe der Parataxen
Dativ der Parataxe den Parataxen
Akkusativ die Parataxe die Parataxen

Worttrennung:

Pa·ra·ta·xe, Plural: Pa·ra·ta·xen

Aussprache:

IPA: [paʀaˈtaksə], Plural: [paʀaˈtaksn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik: eine Aneinanderreihung von Hauptsätzen oder anderen Ausdrücken

Herkunft:

griechisch parátaxis „Bei-/Nebenordnung, Koordination“

Synonyme:

[1] Satzreihe, Satzreihung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Beiordnung, Koordination, Nebenordnung

Gegenwörter:

[1] Hypotaxe, Unterordnung

Oberbegriffe:

[1] Satz

Beispiele:

[1] "Mooser ist krank. Er liegt im Bett." ist eine Parataxe.
[1] „Wenn nun Texte, die ja (meist) aus mehreren Sätzen bestehen, vorwiegend aus aneinandergereihten, gleichgeordneten Sätzen bestehen, spricht man von Parataxe. Es ist dabei gleichgültig, ob es sich um kurze, aneinandergereihte Sätze oder um längere Perioden mit koordinierten Sätzen, Teilsätzen oder auch Satzgliedern handelt.“[1]
[1] „Reine Parataxe in diesem Sinne besteht zwischen Parallelsätzen, sei es, dass Analoges oder dass Entgegengesetz[t]es verknüpft wird: er ist krumm, sie ist schief; er lacht, sie weint.“[2]
[1] „Nebenordnung (Koordination, Parataxe) liegt vor, wenn sich syntaktisch gleichwertige Einheiten miteinander verbinden.“[3]

Abgeleitete Begriffe:

[1] parataktisch

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bairisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Parataxe
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Parataxe
[1] canoo.net „Parataxe
[1] Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. 4., neu bearbeitete Aufl. Quelle & Meyer, Heidelberg 1985, Stichwort „Parataxe“. ISBN 3-494-02050-7.

Quellen:

  1. Karl-Dieter Bünting, Henning Bergenholtz: Einführung in die Syntax. 2., überarbeitete Auflage. Athenäum, Frankfurt/M. 1989, S. 117. ISBN 3-610-02194-4.
  2. Hermann Paul: Prinzipien der Sprachgeschichte. Vierte Auflage. Niemeyer, Halle 1909, S. 148. „Parallelsätzen“ gesperrt, „er ist krumm, sie ist schief; er lacht, sie weint“ kursiv gedruckt.
  3. Walter Flämig: Grammatik des Deutschen. Einführung in Struktur- und Wirkungszusammenhänge. Akademie, Berlin 1991, S. 251. ISBN 3-05-000686-2. Im Original fett gedruckt, Nebenordnung kursiv.

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