Öl ins Feuer gießen

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Öl ins Feuer gießen (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Worttrennung:

Öl ins Feu·er gie·ßen

Bedeutungen:

[1] etwas oder jemanden provozieren, einen schwelenden Streit oder Konflikt zum Ausbruch bringen

Herkunft:

Öl ist eine leicht brennbare Flüssigkeit. Wenn man Öl in ein Feuer gießt, lodern die Flammen auf. Schon der römische Dichter Horaz verwendete in seinen „Sermones“ diese Wendung „oleum addere camino“.[1]

Synonyme:

[1] anstacheln

Gegenwörter:

[1] die Wogen glätten, Öl auf die Wogen gießen

Beispiele:

[1] Wenn zwei Menschen sich streiten, sollte man nicht noch Öl ins Feuer gießen.
[1] „Lieber Herr Doktor, Sie haben doch einen so großen Einfluß – können Sie da nicht etwas Öl ins Feuer gießen?“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Öl
[1] Redensarten-Index „Öl ins Feuer gießen

Quellen:

  1. Quintus Horatius Flaccus: Sermones 2, 3, 321
  2. Wolfgang Borchert: …tatsächlich die einzige Hoffnung – Briefe aus den letzten Monaten, Hamburg 1997 (Rowohlt Verlag), Privatdruck zum 50. Todestag von Wolfgang Borchert am 20. November 1997, Seite 66