durchsichtig

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

durchsichtig (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
durchsichtig durchsichtiger am durchsichtigsten
Alle weiteren Formen: durchsichtig (Deklination)

Worttrennung:

durch·sich·tig, Komparativ: durch·sich·ti·ger, Superlativ: am durch·sich·tigs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈdʊʁçˌzɪçtɪç], Komparativ: [ˈdʊʁçˌzɪçtɪɡɐ], Superlativ: [ˈdʊʁçˌzɪçtɪçstn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild durchsichtig (österreichisch) (Info), Komparativ: —, Superlativ:

Bedeutungen:

[1] so, dass man hindurchsehen kann
[2] übertragen: leicht zu durchschauen
[3] Linguistik: so strukturiert, dass man von den Bestandteilen auf die Bedeutung der ganzen Form (vor allem: des Gesamtwortes) schließen kann

Synonyme:

[1, 2] transparent
[1] durchscheinend
[2] durchschaubar
[3] motiviert

Gegenwörter:

[1–3] undurchsichtig
[1] intransparent; matt; opak
[2] undurchschaubar
[3] unmotiviert

Unterbegriffe:

[1] kristallklar

Beispiele:

[1] Das ist eine durchsichtige Oberfläche.
[1] Dass diese Wand durchsichtig war, hatte er zu spät erkannt.
[3] Das Wort Schreibtisch ist durchsichtig, da beide Bestandteile (der Wortstamm schreib- und das Wort Tisch) auf die Bedeutung des Wortes schließen lassen; bei Wörtern wie Hahnrei, Salbader und vielen anderen gilt das nicht mehr.
[3] „Nicht ganz durchsichtig sind auch Wortbildungen mit -mut als zweitem Bestandteil wie Demut...“[1]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] durchsichtiger Plan, durchsichtiges Argument

Wortbildungen:

Durchsichtigkeit
undurchsichtig

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „durchsichtig
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „durchsichtig
[1, 2] canoo.net „durchsichtig
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikondurchsichtig
[1, 2] The Free Dictionary „durchsichtig

Quellen:

  1. Winfried Ulrich: Schwerenöter und Hagestolz. Wie verstehen wir historisch verdunkelte Wortbildungen?. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 2, 2013, Seite 49-60, Zitat Seite 56. Kursiv gedruckt: -mut.