abgeschmackt

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abgeschmackt (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
abgeschmackt abgeschmackter am abgeschmacktesten
Alle weiteren Formen: Flexion:abgeschmackt

Worttrennung:

ab·ge·schmackt, Komparativ: ab·ge·schmack·ter, Superlativ: am ab·ge·schmack·tes·ten

Aussprache:

IPA: [ˈapɡəˌʃmakt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild abgeschmackt (Info)

Bedeutungen:

[1] ursprünglich, selten: die Eigenschaft von Lebensmitteln, die ihren Geschmack verloren haben
[2] übertragen: geschmacklos, taktlos

Herkunft:

vergleiche Geschmack, schmecken

Synonyme:

[1] abgestanden, banal, fade, schal
[2] flach, geistlos, geschmacklos, hohl, kitschig, platt, schal, töricht, albern, taktlos

Gegenwörter:

[1] geschmackvoll, schmackhaft
[2] originell

Beispiele:

[1] Das Bier stand zu lange offen auf dem Tisch; jetzt ist es nur noch schal und abgeschmackt.
[2] Dieses abgeschmackte Lied wird viel zu oft im Radio gespielt.
[2] „Das tolle Zeug, die rasenden Gebärden,
Der abgeschmackteste Betrug,
Sind mir bekannt, verhaßt genug.“[1]

Wortbildungen:

[*] Abgeschmacktheit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „abgeschmackt
[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „abgeschmackt
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonabgeschmackt
[2] The Free Dictionary „abgeschmackt
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „abgeschmackt
[*] canoo.net „abgeschmackt
[2] Duden online „abgeschmackt
[1, 2] Der Neue Herder. In 2 Bänden. Herder Verlag, Freiburg 1949, Band 1, Spalte 9, Artikel „abgeschmackt

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: abgeschmeckt


Quellen:

  1. Johann Wolfgang von Goethe: Goethe · Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil · Urfaust. 271.–290. Tausend. Auflage. C.H.Beck'sche Verlagsbuchhandlung (Oscar Beck), München 1986, ISBN 3–406–31234–9 (Dieser Sonderausgabe liegt folgende Ausgabe zugrunde: Goethes Werke, Band III (Hamburger Ausgabe). Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz. 13., neubearbeitete und erweiterte Auflage. München 1986. Die ‚Hamburger Ausgabe‘ wurde begründet im Christian Wegner Verlag, Hamburg. Die erste bis neunte Auflage des dritten Bandes erschien dort in den Jahren 1949 bis 1972. 775 Seiten; Seite 82, Zeile 2533ff.: )