Wortfamilie

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Wortfamilie (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Wortfamilie die Wortfamilien
Genitiv der Wortfamilie der Wortfamilien
Dativ der Wortfamilie den Wortfamilien
Akkusativ die Wortfamilie die Wortfamilien

Worttrennung:

Wort·fa·mi·lie , Plural: Wort·fa·mi·li·en

Aussprache:

IPA: [ˈvɔʁtfaˌmiːli̯ə], Plural: [ˈvɔʁtfaˌmiːli̯ən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Historiolinguistik: Gruppe von Wörtern, die auf das gleiche Ursprungswort, Etymon zurückgeht.
[2] Allgemeine Linguistik: Gruppe von Wörtern, die in einem Grundwort/ Grundmorphem übereinstimmen.

Herkunft:

Determinativkompositum aus Wort und Familie

Gegenwörter:

[2] Wortfeld

Oberbegriffe:

[1] Historiolinguistik, Semantik, Etymologie
[2] Allgemeine Linguistik, Semantik

Beispiele:

[1] Zur Wortfamilie der indogermanischen Wurzel *kap- gehören u.a. die deutschen Wörter "haben", "Habicht" und "heben".
[1] „Wir nennen solche Gruppen von Wörtern, die etymologisch verwandt sind und deren Kernwort in der Gegenwartssprache noch existiert, Wortfamilie.[1]
[1] „Die Gesamtheit aller Bildungen aus einem Grundwort oder einer Wurzel nennen wir Wortfamilie.[2]
[2] Zur heutigen Wortfamilie von haben gehören u.a. "haben", "Habe" und "Gehabe".
[2] „Die Zusammenhänge der Wortfamilien wurden durch eine Anordnungsweise gewahrt, die nur die Grundwörter alphabetisch ordnet, die Bestimmungswörter aber innerhalb des Grundwortartikels alphabetisch anführt.“[3]
[2] „Damit wurde nun aber eine Wortfamilie zerstört.“[4]

Wortbildungen:

Wortfamilienwörterbuch

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Wortfamilie
[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wortfamilie
[1, 2] canoo.net „Wortfamilie
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWortfamilie

Quellen:

  1. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 43. ISBN 3-484-73002-1. Gesperrt gedruckt: Wortfamilie.
  2. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002, S. XXIV. ISBN 3-11-017472-3. Fett gedruckt: Wortfamilie.
  3. Ulrike Haß-Zumkehr: Deutsche Wörterbücher - Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2001, Seite 157. ISBN 3-11-014885-4.
  4. Hans-Martin Gauger: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62989-1, Seite 21.