Stahlhelm

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Stahlhelm (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Stahlhelm die Stahlhelme
Genitiv des Stahlhelmes
des Stahlhelms
der Stahlhelme
Dativ dem Stahlhelm
dem Stahlhelme
den Stahlhelmen
Akkusativ den Stahlhelm die Stahlhelme
[1] Deutscher Stahlhelm, Typ M40

Worttrennung:

Stahl·helm, Plural: Stahl·hel·me

Aussprache:

IPA: [ˈʃtaːlˌhɛlm]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Stahlhelm (Info), Lautsprecherbild Stahlhelm (Österreich) (Info)

Bedeutungen:

[1] Militär: aus Stahl hergestellter Schutzhelm für Soldaten
[2] historisch, kein Plural: Wehrverband zur Zeit der Weimarer Republik

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Stahl und Helm

Oberbegriffe:

[1] Helm
[2] Wehrverband

Beispiele:

[1] Vor dem Verlassen des Unterstands setzte der Soldat seinen Stahlhelm auf.
[1] „Gallagher hörte Hennesseys Stahlhelm in den Sand rollen.“[1]
[1] „Die stoppeligen Gesichter unter den Stahlhelmen sind schmal und ausgehöhlt von Hunger und Not, ausgemergelt und zusammengeschmolzen zu den Linien, die Grauen, Tapferkeit und Tod zeichnen.“[2]
[1] „Da klappte er zusammen wie ein Taschenmesser, der Stahlhelm kollerte noch ein Stück vor ihm hin.“[3]
[1] „Fabian kam im Stahlhelm und war ganz dick von Mänteln, Ledertaschen, Seitengewehr, Dolch, Pistole und Gasmaske.“[4]
[2] „Politisch agierte der Stahlhelm für eine Entmachtung des Parlaments und eine Stärkung von Reichspräsident Hindenburg mit diktatorischen Vollmachten, wodurch die Monarchie wieder etabliert werden sollte.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Stahlhelm“, Seite 1013.
[1] Wikipedia-Artikel „Stahlhelm
[2] Wikipedia-Artikel „Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stahlhelm
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalStahlhelm

Quellen:

  1. Norman Mailer: Die Nackten und die Toten. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/Hamburg ohne Jahr, Seite 672.
  2. Erich Maria Remarque: Der Weg zurück. Axel Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-942656-78-8, Seite 21. Erstveröffentlichung 1931.
  3. Hans Herbert Grimm: Schlump. Roman. 2. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04609-0, Seite 180. Erstauflage 1928.
  4. Ludwig Renn: Krieg. Aufbau, Berlin 2014 (Erstmals veröffentlicht 1928), ISBN 978-3-351-03515-0, Zitat Seite 155.
  5. Andreas Braune/Sebastian Elsbach: Im Visier der Radikalen. In: DAMALS. Das Magazin für Geschichte. ISSN 0011-5908, Seite 77.