Mob

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Mob (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Mob

die Mobs

Genitiv des Mobs

der Mobs

Dativ dem Mob

den Mobs

Akkusativ den Mob

die Mobs

Worttrennung:

Mob, Plural: Mobs

Aussprache:

IPA: [mɔp]
Hörbeispiele:
Reime: -ɔp

Bedeutungen:

[1] aufgewiegelte, aufrührerische Volksmenge
[2] kriminelle Bande

Herkunft:

im 18. Jahrhundert von englisch mob → en entlehnt, das auf lateinisch mobile vulgus → lawankelmütige Volksmasse“ beruht[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gesindel, Pack, Pöbel

Unterbegriffe:

[1] Flashmob, Lynchmob

Beispiele:

[1] „Eierwürfe auf den Kanzler, Steine gegen eine Limousine seines Konvois, Bilder von brüllenden Demonstranten mit drohenden Gebärden könnten glauben machen, in Ostdeutschland tobe der Mob.[2]
[1] „Auf alle Fälle will Bianca mehr, hier in Hackney, wo der Mob tobte.“[3]
[1] „Es waren genussfreudige Zeiten, in denen die Liebhaber von Stinkbolzen noch nicht fürchten mussten, bei ihrem Laster ertappt und von einem aufgebrachten Mob gesundheitsbewusster Kostverächter um die Häuser gejagt und an der nächsten Laterne aufgeknüpft zu werden.“[4]
[1] „Im 20 Kilometer nahen Heidenau liefert sich ein rechtsextremer Mob zwei Nächte in Folge Straßenschlachten mit der hoffnungslos unterlegenen Polizei.“[5]
[1] „Der Mob kam nicht, um meine Zellentür zu öffnen.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] tobender, wütender Mob

Wortbildungen:

Mob-Justiz, mobben

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Mob
[?] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mob
[1] canoonet „Mob
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMob
[1] The Free Dictionary „Mob
[1, 2] Duden online „Mob
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Mob“.

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort „Mob“.
  2. NZZ, 6. Sep. 2004
  3. Matthias Matussek: Auf der Suche nach Oliver Twist. In: DER SPIEGEL 6, 2012, Seite 112–117, Zitat Seite 114.
  4. Bodo Mrozek: Lexikon der bedrohten Wörter II. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2006, ISBN 978-3-499-62193-2, Stichwort: Stinkbolzen, Seite 163.
  5. Walter Wüllenweber: Timo – ein deutscher Terrorist. In: Stern. Nummer Heft 10, 2017, Seite 42–47, Zitat Seite 47.
  6. Philip Roth: Das sterbende Tier. Roman. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2004 (übersetzt von Dirk van Gunsteren), ISBN 3-499-23650-8, Seite 71. Englisches Original 2001.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Mop, mobben