Klaue

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Klaue (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Klaue die Klauen
Genitiv der Klaue der Klauen
Dativ der Klaue den Klauen
Akkusativ die Klaue die Klauen
[1] Klaue eines Kalbs
[1] Klaue eines Vogels

Worttrennung:

Klaue, Plural: Klau·en

Aussprache:

IPA: [ˈklaʊ̯ə], Plural: [ˈklaʊ̯ən], [ˈklaʊn]
Hörbeispiele: —
Reime: -aʊ̯ə

Bedeutungen:

[1] Hornteil des Tierfußes, besonders Huf von Wiederkäuern, Kralle von Raubvögeln
[2] Übertragen, abwertend: Hand
[3] Übertragen, abwertend: unleserliche, schlechte Handschrift

Herkunft:

seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: klâwe, klâ; althochdeutsch: klawa; Herkunft dunkel; vergleiche altnordisch: klo und altenglisch: clea, claw; eventuell zu der indogermanische Wortwurzel: *gleu- = zusammendrücken gebildet [1][2]

Synonyme:

[1] Kralle
[2] Hand, Pratze

Unterbegriffe:

[1] Adlerklaue
[3] Sauklaue

Beispiele:

[1] Mit seinen Klauen grub sich das Schwein in den Morast.
[2] Er starrte auf die schmutzigen Klauen dieses Menschen.
[3] Deine Klaue kann ja niemand lesen, schreib doch etwas schöner.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] seine Klauen in etwas schlagen
[2] etwas in seine Klauen bekommen, nicht mehr aus den Klauen lassen, jemandem in die Klauen fallen
[3] eine schreckliche, unleserliche, fürchterliche Klaue

Wortbildungen:

[1] Klauenpflege, Maulundklauenseuche


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] Wikipedia-Artikel „Klaue
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klaue
[1] canoo.net „Klaue
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKlaue

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 410.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 493.