Fluchtweg

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Fluchtweg (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Fluchtweg

die Fluchtwege

Genitiv des Fluchtweges
des Fluchtwegs

der Fluchtwege

Dativ dem Fluchtweg
dem Fluchtwege

den Fluchtwegen

Akkusativ den Fluchtweg

die Fluchtwege

[1] beschilderter Fluchtweg
[1] farblich gekennzeichneter und beschrifteter Fluchtweg

Worttrennung:

Flucht·weg, Plural: Flucht·we·ge

Aussprache:

IPA: [ˈflʊxtˌveːk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Fluchtweg (Info)

Bedeutungen:

[1] festgelegter einzuschlagender sicherer Weg zur Flucht als Eigenrettung und gleichzeitig sicherer Zugang für die Fremdrettung durch Rettungskräfte, die im Notfall eine Rettung oder Befreiung aus einer Gefahrensituation gewährleisten sollen
[2] Weg, über den jemand geflohen ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Flucht und Weg

Oberbegriffe:

[1] Route, Weg

Unterbegriffe:

[1] Fluchtsteg

Beispiele:

[1] „Fluchtwege sind Verkehrswege, an die besondere Anforderungen zu stellen sind und die der Flucht aus einem möglichen Gefährdungsbereich und in der Regel zugleich der Rettung von Personen dienen. Fluchtwege führen ins Freie oder in einen gesicherten Bereich. Fluchtwege im Sinne dieser Regel sind auch die im Bauordnungsrecht definierten Rettungswege, sofern sie selbstständig begangen werden können.“[1]
[1] „Hintergrund der Schließung der Wohnheime sind Mängel beim Brandschutz, die im Herbst bei einer Begehung durch die Feuerwehr festgestellt wurden. Ein zweiter Fluchtweg fehlt und die Treppenhäuser sind nicht rauchdicht.“[2]
[1] „Denn Fluchtwege studieren sie äußerst genau und halten sie sich frei.“[3]
[1] „Türen im Verlauf von Fluchtwegen und Notausstiege müssen sich leicht und ohne besondere Hilfsmittel öffnen lassen, solange Personen im Gefahrenfall auf die Nutzung des entsprechenden Fluchtweges angewiesen sind.“[4]
[2] Ein Spürhund konnte den Fluchtweg der Diebe nachverfolgen.
[2] „Sie hat mir ihren Fluchtweg mal so, mal so erzählt.“[5]
[2] „Auf der Suche nach einem Fluchtweg öffnete er die Seitentüre zur Sakristei und versteckte sich in einem Beichtstuhl.“[6]

Wortbildungen:

Fluchtwegbeleuchtung, Fluchtwegbeschilderung, Fluchtwegeplan, Fluchtwegführung, Fluchtwegkennzeichen, Fluchtwegkennzeichnung, Fluchtwegleuchte, Fluchtwegplanung, Fluchtwegsicherung, Fluchtwegsteuerung, Fluchtwegsystem, Fluchtwegzeichen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Fluchtweg
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fluchtweg
[*] canoonet „Fluchtweg
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalFluchtweg
[1, 2] The Free Dictionary „Fluchtweg
[1, 2] Duden online „Fluchtweg

Quellen:

  1. ASR A2.3 - Anforderungen, Planung und Ausführung von Rettungswegen (PDF; 3,2MB) www.kalksandstein.de, abgerufen am 8. August 2016
  2. Marco Zschieck: Preisgünstige Wohnheime werden abgerissen. In: pnn.de. 5. Januar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012.
  3. Tania Kambouri: Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin. 4. Auflage. Piper, München, Berlin, Zürich 2015, ISBN 978-3-492-06024-0, Seite 134.
  4. >Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan (PDF; 59KB) www.baua.de, abgerufen am 11. August 2016
  5. Günter Grass: Im Krebsgang. Eine Novelle. Steidl, Göttingen 2002, ISBN 3-88243-800-2, Seite 157.
  6. Robert Baur: Blutmai. Roman. Gmeiner, Meßkirch 2018, ISBN 978-3-8392-2290-4, Seite 69.