Barbar

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Barbar (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Barbar die Barbaren
Genitiv des Barbaren der Barbaren
Dativ dem Barbaren den Barbaren
Akkusativ den Barbaren die Barbaren

Worttrennung:

Bar·bar, Plural: Bar·ba·ren

Aussprache:

IPA: [baʁˈbaːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Barbar (Info)
Reime: -aːɐ̯

Bedeutungen:

[1] ursprünglich: Bezeichnung im antiken Griechenland für schlecht oder gar nicht griechisch sprechende Menschen
[2] abwertend: Menschen, deren Verhaltensstandards weniger „zivilisiert“ ist

Herkunft:

im 13. Jahrhundert von lateinisch barbarus → la entlehnt, das auf griechisch βάρβαρος (bárbaros) → grc (bárbaros, Plural bárbaroi) zurückgeht[1]

Synonyme:

[2] Ekel, Lump, Scheusal, Schurke

Beispiele:

[1]
[2] „So konnten sie offensichtlich eigennützige Feldzüge als altruistische Missionen tarnen, die dazu dienten, wilde Barbaren zu zivilisieren.“[2]
[2] „Das Barbaricum jenseits des Limes bot kultivierten Römern wenig, und so war auch über die Barbaren östlich der Elbe und nördlich der Donau kaum etwas bekannt.“[3]
[2] „Die angeblichen Barbaren vom Kontinent sollten Britannien kulturell und sprachlich stärker prägen als zuvor die Römer und später die Wikinger und Normannen.“[4]
[2] „Es ist dort, als seien die Barbaren schon einmal dagewesen, als sei die Steppe schon zu spüren.“[5]

Wortbildungen:

Barbarei
barbarisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Barbar
[2] canoo.net „Barbar
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBarbar

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Barbar“, Seite 90.
  2. Yanko Tsvetkov: Atlas der Vorurteile. Knesebeck, München 2013, ISBN 978-3-86873-592-5, Seite 17.
  3. Michael Sontheimer: Vergifteter Triumph. In: Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel (Herausgeber): Die Germanen. Geschichte und Mythos. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2013, ISBN 978-3-421-04616-1, Seite 147-154, Zitat Seite 149.
  4. Christoph Gunkel: Stammbaum bis Wotan. In: Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel (Herausgeber): Die Germanen. Geschichte und Mythos. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2013, ISBN 978-3-421-04616-1, Seite 215-219, Zitat Seite 216.
  5. Stephan Wackwitz: Osterweiterung. Zwölf Reisen. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2010, ISBN 978-3-596-17459-1, Seite 111.

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Barbar
Genitiv (des Barbar)
(des Barbars)

Barbars
Dativ (dem) Barbar
Akkusativ (das) Barbar
[1] Lage von Barbar in Sudan

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Barbar“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Bar·bar, kein Plural

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: —
Reime: -aːɐ̯

Bedeutungen:

[1] eine Stadt in Sudan und Verwaltungssitz des gleichnamigen Distriktes Barbar

Beispiele:

[1]


Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Barbar (Sudan)