Anachronismus

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Anachronismus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Anachronismus

die Anachronismen

Genitiv des Anachronismus

der Anachronismen

Dativ dem Anachronismus

den Anachronismen

Akkusativ den Anachronismus

die Anachronismen

Worttrennung:
Ana·chro·nis·mus, Plural: Ana·chro·nis·men

Aussprache:
IPA: [anakʁoˈnɪsmʊs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Anachronismus (Info)
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:
[1] falsche zeitliche Einordnung
[2] überholte Einrichtung, Ansicht

Herkunft:
von altgriechisch ἀναχρονισμός (anachronismós) → grc „Verwechslung der Zeiten, über der Zeit, jenseits der Zeit“[1][2]
Bildung aus ἀνά (aná) → grc „hinauf, auf, über“[3] und χρόνος (chrónos) → grc „Zeit, Zeitdauer, Zeitverlauf“[4]

Gegenwörter:
[1] Chronismus
[2] modern

Beispiele:
[1] Unter den ganzen Computern wirkte die mechanische Schreibmaschine wie ein glatter Anachronismus.
[1] Ein Darsteller in einem Gladiatorenfilm, der eine Digitalarmbanduhr trägt, ist ein Beispiel für einen besonders krassen Anachronismus.
[2] Das ist ein Anachronismus sondergleichen! Deine Ansicht zu diesem Thema ist völlig veraltet.
[2] „Diese Hochnäsigkeit [bayerischer Schulpolitik] ist ein Anachronismus.[5]

Wortbildungen:
anachronistisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Anachronismus
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Anachronismus
[1] canoonet „Anachronismus
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAnachronismus

Quellen:

  1. Duden online „Anachronismus
  2. Gottwein "ἀναχρονισμός"
  3. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ana-
  4. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Anachronismus
  5. "Mathe wird für Prüfungszwecke missbraucht". In: sueddeutsche.de. 11. Juni 2019, ISSN 0174-4917 (Interview von Susanne Klein mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar, URL, abgerufen am 14. Juni 2019).