Wikinger

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Wikinger (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Wikinger die Wikinger
Genitiv des Wikingers der Wikinger
Dativ dem Wikinger den Wikingern
Akkusativ den Wikinger die Wikinger
[1] Mann, der wie ein Wikinger gekleidet ist

Worttrennung:

Wi·kin·ger, Plural: Wi·kin·ger

Aussprache:

IPA: [ˈviːkɪŋɐ], [ˈvɪkɪŋɐ], Plural: [ˈviːkɪŋɐ], [ˈvɪkɪŋɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1a] im weiteren Sinn: Angehöriger eines germanischen Volksstammes des Nord-Ostseeraums in der Wikingerzeit
[1b] im engeren Sinn: skandinavischer Strand- und Seeräuber des frühen Mittelalters

Herkunft:

Die genaue Herkunft des Wortes Wikinger ist schwer zu bestimmen. Möglicherweise leitet es sich von dem nordischen Wort vík für Flussmündung oder Bucht ab. Alternativ könnte es sich auch auf frühe Händler aus Víken (Heute Oslofjord) beziehen und davon herleiten.[1]

Beispiele:

[1] Im 9. Jahrhundert waren die Wikinger wegen ihrer Plünderungen in ganz Westeuropa gefürchtet.
[1] „Im Gegenteil, ein Mundart-Wortschatz ist erst dann vollständig, wenn ein Sprecher über Männer beziehungsweise Frauen herziehen kann wie ein Wikinger über ein Nonnenkloster.“[2]
[1] „Dorthin zog es den Wikinger Erik den Roten.“[3]
[1] „Diese Wikinger übernahmen sehr rasch das Französische, sie sprachen es längst, als sie 1066 als Normannen nach England übersetzten und dort eine Jahrhunderte dauernde Zweisprachigkeit schufen, die aus dem Englischen auch etwas wie eine romanische Sprache machte.“[4]
[1] „Daher wurde das Vordringen der Angelsachsen und der Wikinger erleichtert.“[5]

Wortbildungen:

[1] Wikingersage, Wikingerschiff, Wikingerzeit, wikingisch


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Wikinger
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wikinger
[*] canoo.net „Wikinger
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWikinger

Quellen:

  1. Dublinia & Viking Exhibition, Dublin
  2. Eric T. Hansen: Nörgeln! Des Deutschen größte Lust. Unter Mitarbeit von Astrid Ule. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 2010, Seite 59. ISBN 978-3-596-17859-9.
  3. Tilman Bünz: Wer das Weite sucht. Skandinavien für Fortgeschrittene. btb Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-74359-9, Seite 69.
  4. Hans-Martin Gauger: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62989-1, Seite 133.
  5. Ulrike Peters: Kelten. Ein Schnellkurs. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9319-5, Seite 81.