Kolumbarium

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[Bearbeiten] Kolumbarium (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, n

[4] Nischen für Urnen in einem dänischen Kolumbarium
Kasus Singular Plural
Nominativ das Kolumbarium die Kolumbarien
Genitiv des Kolumbariums der Kolumbarien
Dativ dem Kolumbarium den Kolumbarien
Akkusativ das Kolumbarium die Kolumbarien

Alternative Schreibweisen:

Columbarium

Worttrennung:

Ko·lum·ba·ri·um, Plural: Ko·lum·ba·ri·en

Aussprache:

IPA: [kolʊmˈbaːʀi̯ʊm], Plural: [kolʊmˈbaːʀi̯ən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Taubenschlag
[2] übereinander angeordnete Nischen für die Aschenkrüge in altrömischen Grabkammern
[3] altrömische Grabkammer mit den Nischen unter [2]
[4] Gebäude bei einem Friedhof, in dem Urnen aufbewahrt werden

Herkunft:

Kolumbarium stammt aus dem Lateinischen.[1] Das lateinische columbarium → la steht für ‚Taubenfach, Taubenloch‘ sowie für ‚Taubenhaus, Taubenschlag‘.[2] Die heutigen Kolumbarien wurden nach Taubenschlägen benannt, weil sich in ihrem Inneren viele kleine Nischen für die Urnen befinden und diese an die Öffnungen für die Tauben bei einem Taubenschlag erinnern.[3]

Beispiele:

[1] „Der Obstgarten grenzte an ein Kolumbarium mit grauem Strohdach, weiß gesprenkelt vom Kot der Tauben, beschattet von einer Linde, deren Geäst sich unbestimmt in dem der sie umgebenden Kastanien verlor.“[4]
[3] „Charakteristisch sind zwei Kolumbarien aus römischer Zeit. Eines davon, dem ein von dorischen Halbsäulen getragener Giebel monumentale Wirkung verleiht, kann auf das I. Jahrh. n.Chr. datiert werden […].“[5]
[4] „Auf den Friedhöfen der Stadt werden 26 verschiedene Beisetzungsarten angeboten. Eine davon ist die Unterbringung von Urnen in sogenannten Kolumbarien.[6]
[4] „Tagsüber ist das Kolumbarium geöffnet, schreibt die Pfarrgemeinde St. Franziskus, damit die Trauernden der Toten gedenken können.“[7]

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3, 4] Wikipedia-Artikel „Kolumbarium
[1, 3, 4] Meyers Großes Konversationslexikon „Kolumbarium
[2–4] Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon (51911) „Kolumbarium
[*] canoo.net „Kolumbarium
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKolumbarium

Quellen:

  1. Duden online „Kolumbarium
  2. Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch: „columbarius
  3. Henning Winter: Die Architektur der Krematorien im Deutschen Reich 1878–1918. Verlag J.H. Röll, Dettelbach 2001, ISBN 3-89754-185-8, Seite 30 (Online, abgerufen am 14. September 2011)
  4. Linus S. Geisler; Vito von Eichborn (Hrsg.): Duftesser oder Was darf die Medizin?. Eine mystische Reise in das Zwischenreich, an die Grenzen von Eros, Mythos und Tod. 2 Auflage. Books on Demand, 2008, ISBN 978-3833474729, Seite 279 (Online, abgerufen am 14. September 2011)
  5. Sizilien. Vollständiger Inselführer – Naturschönheiten – Kunst – Archäologie. Bonechi, Florenz 1992, ISBN 978-88-7009-828-0, Seite 104 (Online, abgerufen am 14. September 2011)
  6. Georg Dünnwald: Jetzt hat der Friedhof Hüls ein Kolumbarium. Aachener Zeitung, 9. September 2011, abgerufen am 14. September 2011.
  7. Gudrun Niewöhner: Ein Ort für die Ewigkeit. IVZOnline, 21. August 2011, abgerufen am 14. September 2011.

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