runterrocken

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runterrocken (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich rocke runter
du rockst runter
er, sie, es rockt runter
Präteritum ich rockte runter
Konjunktiv II ich rockte runter
Imperativ Singular rock runter!
rocke runter!
Plural rockt runter!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
runtergerockt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:runterrocken

Worttrennung:

run·ter·ro·cken, Präteritum: rock·te run·ter, Partizip II: run·ter·ge·rockt

Aussprache:

IPA: [ˈʁʊntɐˌʁɔkn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild runterrocken (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: etwas (durch Benutzung) verschleißen
[2] umgangssprachlich, häufig abwertend: etwas in Eile erledigen

Herkunft:

Determinativkompositum des Adjektivs runter und des Verbs rocken

Synonyme:

[1] abnutzen
[2] abarbeiten

Beispiele:

[1] „Besser jedenfalls, als wenn er die Sendung nochmal fünf Jahre vom einstigen ZDF-Quotenleuchtturm zur Tranfunzel runterrocken würde.“[1]
[1] „Wir wollen das Haus weder plündern noch runterrocken[2]
[1] „Sie sollen ihre Räder nicht einfach runterrocken, sondern müssen sie zu schätzen wissen.“[3]
[1] „Nun gelte es noch die Kleider richtig «runterzurocken», seien die Seelen doch lange Zeit eingesperrt gewesen.“[4]
[1] „Im Film geht es darum, wie plötzliche Panikattacken die gut gelaunte Kleinfamilie aus Berlin-Mitte runterrocken.[5]
[2] „Bloß keine Pause machen. Die To-do-Listen runterrocken.[6]
[2] „Meine Idealwoche sieht so aus: zwei, drei Tage in irgendeiner Klinik sein, aber tagesaktuell arbeiten. Vielleicht Radiologie, doch so wie ich es will und nicht irgendwo in einem Keller im Akkord die Röntgenbildern runterrocken.[7]
[2] „Bis Sonntag dieses Ding runterrocken, und Montag damit runter ins Elbflorenz. Dann können wir denen gleich erste Ergebnisse präsentieren.“[8]
[2] „Einige in der Branche ähneln einem Massenbetrieb, indem sie auch mal mehrere Trauerreden am Tag runterrocken.[9]
[2] „Den anderen, die dachten, dass sie das große Los gezogen haben, wenn sie in der Wacheinheit der Stasi ihre drei Jahre runterrocken dürfen, denen war irgendwie auch nicht danach zumute, alte Schulfreunde umzunieten.“[10]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] Kilometer runterrocken

Wortbildungen:

runtergerockt

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalrunterrocken

Quellen:

  1. Steffen Grimberg: Personenkult fürs Zirkuspferd. Letztes "Wetten, dass ..?" mit Gottschalk. In: taz.de. 4. Dezember 2011, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  2. Peter Berger, Claudia Hauser: Mühsamer Kampf gegen den Leerstand. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 1. Juni 2015, abgerufen am 23. Juni 2015.
  3. Alexander Völkel: VeloKitchen Dortmund: Kochen, schrauben und vegan genießen – Das zerradelt auf der Zunge!. In: Nordstadtblogger. 12. August 2014, abgerufen am 23. Juni 2015.
  4. Helen Lagger: Ein Einäugiger sorgt für grosses Spektakel. In: Berner Zeitung. 28. Juni 2012, abgerufen am 23. Juni 2015.
  5. Petra Erdmann: „Ich Frau“ - „Du Frau“. In: FM4. 8. Februar 2015, abgerufen am 23. Juni 2015.
  6. Nikola Richter: Virtuelle Arbeiter. Moderne Arbeitswelt. In: Der Tagesspiegel Online. 1. Mai 2011 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  7. Frank Keil: „Notaufnahme ist super!“. Arzt über Internet-Medizin. In: taz.de. 18. April 2014, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  8. Heiko Thieß: Arschkarte. Piper, München 2014, ISBN 9873492968751
  9. Paul Garbulski: „Euer Vater war ein Säufer.“ Grabredner sind die neuen Humanisten!. In: VICE.de. 20. März 2015, abgerufen am 23. Juni 2015.
  10. Peter Richter: 89/90. 1. Auflage. Luchterhand Literaturverlag, München 2015, ISBN 9783641136949