lossa tungans band

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lossa tungans band (Schwedisch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

[1] tungans band under tungan

Nebenformen:

lösa tungans band, lossa sin tungas band, lossa någons tunga

Worttrennung:

los·sa tun·gans band

Aussprache:

IPA: [`lɔsːa `tɵŋːans ˈband]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] die Zunge lösen, endlich anfangen zu reden[1]; das Zungenband lösen[2]; etwas entfernen, das jemanden daran hindert zu sprechen, damit dieser das Recht oder den Wunsch hat, sich zu äußern[3]; das Schweigen brechen; wörtlich: „das Band der Zunge lösen“

Herkunft:

In vielen Redewendungen steht „band → sv“, das „Band“ für etwas Hemmendes, Fesselndes, Zurückhaltendes, so auch in lossa tungans band.[4] Dieses Band können zum Beispiel auch rechtliche oder moralische Verpflichtungen sein.[5] In diesem Ausdruck hat das Band allerdings auch einen Bezug zum anatomischen Band, dem Zungenband unter der Zunge. Früher gab es im Volksglauben die Vorstellung, dass man zum Beispiel einem Raben erst das Sprechen würde beibringen können, wenn man ihm vorher das Zungenband durchgetrennt hätte.[3]

Synonyme:

[1] bryta sin tystnad

Gegenwörter:

[1] bita sig i tungan, bita av sig tungan

Beispiele:

[1] Här sägs inte ett ord i onödan och inte ens spriten förmår lossa tungans band.[6]
Hier wird kein Wort zuviel gesprochen, und nicht einmal der Alkohol vermag das Zungenband zu lösen.
[1] Ölet lossade tungans band.
Das Bier löste die Zunge.
[1] Visst behövs det lite gemytlig samvaro för att lossa tungans band.[7]
Natürlich braucht man ein wenig gemütliches Zusammensein, bevor sich die Zunge löst.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Quellen:

  1. Hans Schottmann, Rikke Petersson: Wörterbuch der schwedischen Phraseologie in Sachgruppen. LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7957-7, Seite 173
  2. Carl Auerbach: Svensk-tysk ordbok (Schwedisch-deutsches Wörterbuch). 3. Auflage. Norstedts, Stockholm 1920 (1529 Seiten, digitalisiert), band, Seite 100
  3. 3,0 3,1 Übersetzung aus Svenska Akademiens Ordbok „band
  4. Übersetzung aus Norstedt (Herausgeber): Norstedts svenska ordbok. 1. Auflage. Språkdata och Norstedts Akademiska Förlag, 2003, ISBN 91-7227-407-7 "band", Seite 63
  5. Übersetzung aus Anders Fredrik Dalin: Ordbok öfver svenska språket. A.F. Dalin, Stockholm 1850–1853 (digitalisiert), „band“.
  6. Göteborgs Posten 1994
  7. Jiddischförbundet, gelesen 09/2012