kokett

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kokett (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
kokett koketter am kokettesten
Alle weiteren Formen: Flexion:kokett

Worttrennung:

ko·kett, Komparativ: ko·ket·ter, Superlativ: am ko·ket·tes·ten

Aussprache:

IPA: [koˈkɛt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild kokett (Info) Lautsprecherbild kokett (Österreich) (Info)
Reime: -ɛt

Bedeutungen:

[1] darauf bedacht, anderen zu gefallen
[2] verführerisch
[3] von einem gekünstelten Verhalten geprägt

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch coquet → fr[1][2]

Synonyme:

[1] eitel, gefallsüchtig, selbstgefällig
[2] betörend, verlockend
[3] affektiert, aufgesetzt, blasiert

Beispiele:

[1] „So kam meine Bitte als Wunsch nach Strapsen und Spitzen und erotischer Extravaganz an, und wenn sie erfüllt wurde, geschah es in koketter Pose. Das war es nicht, wovon ich meine Augen nicht hatte lassen können.“[3]
[2] „Ihre Spiellust und ihr koketter Charme wirken auf den Komponisten unwiderstehlich. Er fühlt sich auf einmal mit ihr seelenverwandt und zu einem Hymnus auf die Musik animiert.“[4]
[3] „Sieht man heute ins 18. und 19. Jahrhundert zurück, so spürt man erst, von wieviel kreativen und koketten Narzißmen die bürgerliche Kultur durchströmt ist.“[5]

Wortbildungen:

Koketterie, kokettieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „kokett
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kokett
[1] Duden online „kokett
[2] canoo.net „kokett
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkokett

Quellen:

  1. Duden online „kokett
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kokett
  3. Schlink, Bernhard, Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 17
  4. Fath, Rolf, Reclams Lexikon der Opernwelt Band 1, Stuttgart: Reclam 1998, S. 157
  5. Sloterdijk, Peter, Kritik der zynischen Vernunft Band 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 137

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Krokette, Oktett