hagi

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hagi (Färöisch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Unbestimmt Bestimmt Unbestimmt Bestimmt
Nominativ hagi hagin hagar hagarnir
Akkusativ haga hagan hagarnar
Dativ haganum høgum høgunum
Genitiv hagans haga haganna

Worttrennung:

- , Pl. hag·ar

Aussprache:

Bedeutungen:

[1] Außenmark, Heide, Weide wo die Schafe weiden, wildes Grasland, Hinterland, Alm.
Beachte auf den Färöern, dass auch der Hagi immer einem Pächter („Königsbauern“) oder einen Privateigentümer hat. Im Gegensatz zu anderen skandinavischen Ländern gibt es hier kein Jedermannsrecht.

Herkunft:

[1] Das färöische Wort hagi ist urverwandt mit deutsch „Gehege, Hagen“ und geht zurück auf indogermanisch *kak- „vermögen, helfen“. Daraus bildete sich germanisch *haga-, *hagaz „Umzäunung, Gehege, Hagen, Dornstrauch“ und später u.a. altnordisch hagi „Weideplatz, eingehegtes Landstück“. Gleichwohl der Hagi auf den Färöern ein wildes (meist bergiges) Grasland ist, so ist er dennoch unter verschiedenen Besitzern und Eigentümern aufgeteilt, v.a. um die Schafzucht zu regeln. Vergleiche hierzu die Wikipediaartikel Schafsbrief und Markatal.

Synonyme:

[1] uttangarðsjørð

Gegenwörter:

[1] bøur „Innmark“

Oberbegriffe:

[1] jørð

Unterbegriffe:

[1] bakkahagi, bjargahagi, felahagi, fjallahagi, grannahagi, haruhagi, kenningarhagi, langfarahagi, lynghagi, mýrihagi, neytahagi, ognarhagi, seyðahagi, summarhagi, undirhagi, vatnhagi, vetrarhagi, yvirhagi

Beispiele:

[1] hagin er óvelt jørð uttangarðs - der Hagi ist die unkultivierte Erde außerhalb des Dorfs/Hofs.

Übersetzungen[Bearbeiten]