benthal

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benthal (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
benthal
Alle weiteren Formen: Flexion:benthal
[1] Foraminiferen sind typische Vertreter der benthalen Zone

Worttrennung:

ben·thal, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [bɛnˈtaːl]
Hörbeispiele: —
Reime: -aːl

Bedeutungen:

[1] zum Meeresboden oder Grund eines Gewässers gehörend, das Benthal betreffend

Herkunft:

Kunstwort aus dem Stamm des Substantivs Benthos und dem Suffix -al[1]

Synonyme:

[1] benthisch, benthonisch

Gegenwörter:

[1] pelagisch

Beispiele:

[1] Das benthale Phytal ist der von Pflanzen (Phytobenthos) besiedelte, lichtdurchflutete (euphotische) Bereich des Gewässerbodens.[2]
[1] Heute werden die im benthalen Bereich anzutreffenden Biozönosen (Lebensgemeinschaften) aller Gewässertypen, sowohl der Binnengewässer als auch der verschiedenen Meerestiefen, als Benthos bezeichnet.[3]
[1] Ein Vordringen in die benthale Zone ist nicht bekannt.[4]
[1] Der benthale (auf dem Meeresgrund lebende), sich dauerhaft unter Wasser befindliche Lebensraum des Sublitorales, wird von einer starken Strömung geprägt.[5]
[1] Man kann als Faustregel annehmen, dass von den Arten einer einigermaßen vollständigen Florenliste nur ungefähr die Hälfte bis ein Drittel im benthalen Vegetationsaufbau wirklich bedeutsam sind.[6]
[1] Zu den möglichen benthosökologischen Folgen des zusätzlichen Angebots von Hartsubstratflächen in Gebieten des Arkonabeckens, deren benthales Artenspektrum derzeit durch komplettes Fehlen (Flora) bzw. eine teilweise relativ hohe Biomasse bei geringer Anzahl opportunistischer Arten (Fauna) gekennzeichnet ist, liegen ebenfalls bereits Ergebnisse aus Untersuchungen an vergleichbaren Bauwerken in Nord- und Ostsee vor (…).[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] attributiv: die benthale Algenflora, Tiefsee, Zone; benthale Organismen

Wortbildungen:

Substantiv: Benthal[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 194, Eintrag „benthal“.

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 194, Eintrag „benthal“.
  2. Wikipedia-Artikel „Benthal“ (Stabilversion).
  3. Wikipedia-Artikel „Benthos“ (Stabilversion).
  4. Esra Kellermanns: Fischparasiten der bathydemersalen Zone: Charakterisierung, Verbreitungsmuster und Lebenszyklen. Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 2009, abgerufen am 25. September 2015 (Zitat auf Seite 35).
  5. Jonas Spengler: Der Lebensraum Hartboden. Yumpu.com, abgerufen am 25. September 2015.
  6. Gerhard Rheinheimer: Meereskunde der Ostsee. 2., illustrierte Auflage. Springer Verlag, 2013, ISBN 9783642852114, Seite 167 (zitiert nach Google Books).
  7. L. Brügmann: [http://www-mvnet.mvnet.de/inmv/land-mv/vm/rov_3/01_inhalt/Ordner%204/05_Maringeologisches%20Gutachten.pdf Umweltschutz Offshore-Windpark (OWP) „Arcadis Ost 1“ - Maringeologisches und sedimentologisches Gutachten.] TÜV Nord - Umweltschutz, November 2010, abgerufen am 25. September 2015.
  8. siehe dazu die Wortbildung von Benthos in canoonet



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