baff

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baff (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
baff
Alle weiteren Formen: Flexion:baff

Anmerkung zur Verwendung:

Das Wort baff wird in den allermeisten Fällen prädikativ in der Wendung baff sein verwendet.[1][2][3] Es lassen sich jedoch auch Beispiele für den attributiven Gebrauch finden (siehe Beispielsätze).

Worttrennung:

baff, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [baf]
Hörbeispiele: —
Reime: -af

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: durch etwas Unerwartetes in Erstaunen versetzt

Herkunft:

lautmalend für das Geräusch eines Schusses;[4] übertragen: so verblüfft wie nach einem plötzlichen Schuss[5]

Synonyme:

[1] erstaunt, geplättet, perplex, platt, überrascht, verblüfft, verdutzt, vor den Kopf geschlagen

Beispiele:

[1] Da bin ich aber echt baff!
[1] Du kannst dir nicht vorstellen, wie baff ich war, als ich die beiden zusammen sah.
[1] Erschüttert und baff wiesen sie die ungeheuerlichen Vorwürfe vehement zurück.
[1] Diese Vorhaltungen haben mich ganz ehrlich baff gemacht.
[1] So einen baffen Gesichtsausdruck habe ich selten gesehen.
[1] „Er überfällt uns nicht mit Wie-toll-mich-all-die-Spielplatzmamas-finden-Anekdoten, vielmehr versteckt er sein Ich beinahe, und das hinter äußerst denkenswerten Gedanken, denen ein baffes Staunen zugrunde liegt: […].“[6]
[1] „Die baffen Blicke seiner Bekannten, als er sich doch als Millionär entpuppte, hätten ihm eine diebische Freude bereitet.“[7]
[1] „Eine Statistik von vielen aus der gestern Abend beendeten Hinserie, die einen doch einigermaßen baff zurücklässt.“[8]
[1] „Trotzdem hatte Rüddel seine CDU im vergangenen Jahr in baffes Erstaunen versetzt, als er sich bei einer Sitzung feierlich erhob und verkündete, noch mal eine Periode machen zu wollen.“[9]
[1] „Damit fasste Shota mit einem einfachen Satz das Spiel zusammen, wich gleichzeitig elegant der Frage aus und ließ einen baffen Reporter zurück, der daraufhin dankend das Gespräch beendete.“[10]
[1] „Doch meist dürfte baffes Staunen oder ein vergnügtes Lächeln auf dem Gesicht des Lesers zu sehen sein, denn viele der "Vierzig Leben" stecken, bei aller Würde und Ernsthaftigkeit, die der Autor ihnen verleiht, voller Überraschung und Komik.“[11]
[1] „Aber Scholdan hat sichtlich Spaß daran, den baffen Mitgliedern plötzlich richtig hochklassige Küche und Weine an einem Ort zu bieten, wo sie derlei mit Sicherheit nicht erwarten.“[12]
[1] „Na, Sie kennen ihn ja und wissen, wie er bei jeder Kleinigkeit sonst lospoltert und flucht; aber erst stand er ganz baff da, mit herunterhängenden Armen und verdutzten Augen; […].“[13]
[1] „Von den Bahnhöfen Baumschulenweg und Karlshorst strömen wenig später Hunderte Blockierer nach Schöneweide, umlaufen im Sprint die erneut baffe Polizei.“[14]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] baff sein

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „baff
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonbaff
[1] The Free Dictionary „baff
[1] Duden online „baff

Quellen:

  1. Duden online „baff
  2. The Free Dictionary „baff
  3. wissen.de – Wörterbuch „baff
  4. Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2011, ISBN 978-3-577-07595-4 „baff“, Seite 220.
  5. Duden online „baff
  6. Henning Sußebach: Vaterseelenallein. In: Zeit Online. 5. Oktober 2007, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. April 2015).
  7. "Wer wird Millionär?": Millionengewinner spendiert seinen Angestellten Lohnerhöhung. In: Spiegel Online. 27. November 2010, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 23. April 2015).
  8. 65,96 Prozent Dortmund. In: nordbayern.de. 19. Oktober 2010, abgerufen am 23. April 2015.
  9. Hannelore Crolly/Ulrich Exner: Das sind Deutschlands beste Bürgermeister. In: Welt Online. 3. Dezember 2014, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 23. April 2015).
  10. Alles kein Problem!. In: Spox. 15. Februar 2011, abgerufen am 23. April 2015.
  11. Tobias Lehmkuhl: Funken auf der Glatze schlagen. In: Berliner Zeitung Online. 29. April 2004, ISSN 0947-174X (URL, abgerufen am 23. April 2015).
  12. Colony Club: Der ging ins Netz. In: Der Standard digital. 22. Mai 2009 (URL, abgerufen am 23. April 2015).
  13. Olive Schreiner: Peter Halket im Mashonalande. Berlin 1898, Seite 102 (zitiert nach Wikisource-Quellentext „Peter Halket im Mashonalande“ (Stabilversion))
  14. Konrad Litschko: Polizei lässt Nazis laufen. In: taz.de. 1. Mai 2013, ISSN 1434-2006 (URL, abgerufen am 22. Mai 2015).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: bass, paff